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    Großbritannien betrachtet Mord an Litwinenko als Kriminalfall

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    Der Fall Litwinenko (147)
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    Der Mord am Ex-Mitarbeiter des russischen Föderalen Sicherheitsdienstes (FSB), Alexander Litwinenko, ist ein Kriminalfall und keine geheimdienstliche Angelegenheit. Das erklärte ein Vertreter der britischen Botschaft in Moskau am Donnerstag gegenüber RIA Novosti.

    MOSKAU, 31. Mai (RIA Novosti). Der Mord am Ex-Mitarbeiter des russischen Föderalen Sicherheitsdienstes (FSB), Alexander Litwinenko, ist ein Kriminalfall und keine geheimdienstliche Angelegenheit. Das erklärte ein Vertreter der britischen Botschaft in Moskau am Donnerstag gegenüber RIA Novosti.

    Die britische Generalstaatanwaltschaft stellte am vergangenen Freitag an Russland einen Antrag auf die Auslieferung des russischen Geschäftsmannes Andrej Lugowoi, den sie für den Mord an Litwinenko verantwortlich macht.

    Ein Vertreter der britischen Botschaft in Moskau, der ungenannt bleiben wollte, erklärte am Donnerstag, dass Großbritannien bezüglich dieses Antrags eine offizielle und konstruktive Antwort erwarte.

    Er betonte, dass ein britischer Staatsangehöriger umgebracht worden sei und sowohl Briten als auch Ausländer einer Gefahr ausgesetzt gewesen seien. „Unsere Position ist klar. Der Antrag auf die Auslieferung Lugowois wurde den russischen Behörden übergeben, damit er in Großbritannien vor Gericht erscheint“, so der Diplomat.

    Lugowoi hat am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Moskau die Möglichkeit einer Beteiligung der britischen Geheimdienste am Tod Litwinenkos nicht ausgeschlossen.

    Er sei überzeugt, dass Litwinenko vom britischen Geheimdienst angeworben worden sei. Außerdem, so Lugowoi, hätten die Briten versucht, auch ihn anzuwerben.

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