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    Spionage-Affäre: Russen droht Auslieferung nach Deutschland - Mehr

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    Spionage-Affäre in Österreich (12)
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    Dem in Österreich wegen Spionage-Verdacht festgenommenen Russen droht eine Auslieferung nach Deutschland. Das teilte der Sprecher der österreichischen Staatsanwaltschaft, Gerhard Jarosch, mit.

    WIEN, 14. Juni (RIA Novosti). Dem in Österreich wegen Spionage-Verdacht festgenommenen Russen droht eine Auslieferung nach Deutschland.

    Das teilte der Sprecher der österreichischen Staatsanwaltschaft, Gerhard Jarosch, mit.

    Nach seinen Worten befindet sich der Russe in Untersuchungshaft in Salzburg, österreichische Behörden entscheiden über seine Überstellung nach Deutschland, weil er vermutlich auch dort spioniert hatte.

    Der Russe war am vergangenen Montag in der österreichischen Stadt Gmunden (Oberösterreich) wegen Verdachts auf Militärspionage verhaftet worden, berichtete am gestrigen Mittwoch die österreichische Zeitung „Kurier“. Wie später sich herausstellte, handelt es sich um einen Mitarbeiter der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos.

    Fast zeitgleich wurde ein Vizeleutnant der österreichischen Luftwaffe festgenommen, der dem Russen geheime Daten zugespielt haben soll.

    Laut „Kurier“ war der festgenommene Österreicher Techniker bei den Luftstreitkräften und arbeitete mit zivilen Firmen in Deutschland zusammen.

    Er soll dem 51-jährigen Russen geheime Daten über elektronische Entwicklungen eines deutschen Hubschrauber-Bauers übergeben und notwendige Kontakte in Deutschland vermittelt haben. Die beiden Verdächtigen wurden Medien zufolge lange Zeit von der Spionageabwehr beschattet.

    Bei einer Verurteilung würden dem Österreicher bis zu zehn Jahre Haft drohen, sagte Staatsanwaltssprecher Jarosch.

    Der festgenommene Russe war Mitglied der russischen Delegation, die an einer Tagung der UN-Weltraumkommission teilnahm. Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos bestätigte am Donnerstag, dass es sich um ihren Mitarbeiter handelt.

    Die russische Botschaft in Wien gab bislang keine offiziellen Kommentare ab. Doch ein ranghoher Mitarbeiter der diplomatischen Vertretung teilte RIA Novosti mit, dass die Botschaft an das österreichische Außenamt eine Protestnote gegen die Festnahme des Russen gerichtet habe.

    Österreichs Außenministerium erklärte unterdessen, es mische sich keinesfalls in die Ermittlungen gegen den Russen ein, wolle jedoch gemeinsam mit der UNO prüfen, ob der Russe diplomatische Immunität genießt.

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