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    Litwinenko-Fall: Russland prüft Londons Argumente für Auslieferung von Lugowoi

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    Der Fall Litwinenko (147)
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    Die russische Generalstaatsanwaltschaft prüft die Argumente Londons für eine Auslieferung Andrej Lugowois, der von Großbritannien für die Teilnahme am Mord des ehemaligen FSB-Mitarbeiters Alexander Litwinenko beschuldigt wird.

    MOSKAU, 14. Juni (RIA Novosti). Die russische Generalstaatsanwaltschaft prüft die Argumente Londons für eine Auslieferung Andrej Lugowois, der von Großbritannien für die Teilnahme am Mord des ehemaligen FSB-Mitarbeiters Alexander Litwinenko beschuldigt wird.

    „Wir prüfen die Argumente der britischen Seite, aber es geht keineswegs um die Auslieferung“, sagte der russische Generalstaatsanwalt Juri Tschaika vor Journalisten.

    Laut Tschaika hat die britische Staatsanwaltschaft der russischen Seite nur eine Bewertung der Beweise im Litwinenko-Mordfall „und keine Unterlagen der Strafsache“ vorgelegt.

    Nach russischen Gesetzen kann Lugowoi als russischer Staatsbürger nicht an einen anderen Staat ausgeliefert werden.

    Das Staatsanwaltsamt Großbritanniens hatte im Mai den russischen Unternehmer Lugowoi des Mordes am Ex-Offizier des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, Alexander Litwinenko, durch Vergiftung angeklagt. Die russische Generalstaatsanwaltschaft machte deutlich, dass Lugowoi nicht an britische Behörden ausgeliefert wird.

    Litwinenko war 2000 nach Großbritannien geflüchtet. Er starb am 23. November 2006 in London. Experten des britischen Gesundheitsschutzes wiesen in seinem Körper Spuren von radioaktivem Polonium-210 nach. Dabei haben die britischen Behörden jedoch schon seit einem halben Jahr kein offizielles Gutachten zum Tod von Litwinenko veröffentlicht.

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