20:55 19 Oktober 2018
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    Russische Filmstudios im New Yorker Millionenprozess gegen Videopiraten

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    NEW YORK, 14. Juni (RIA Novosti). Beim New Yorker Prozess gegen Videopiraterie von russischen Filmen fällt am heutigen Donnerstag womöglich eine Entscheidung.

    Die Geschworenen bestimmen die Entschädigung, die den Filmstudios Mosfilm (Moskau) und Lenfilm (Leningrad, heute Sankt Petersburg) wegen illegaler Verbreitung ihrer Kultstreifen aus Sowjetzeiten in den USA zusteht.

    Der Beklagte ist in diesem Fall Joseph Berov, ehemaliger Chef des in Brighton Beach, wo viele russische Emigranten leben, bekannten Vertriebs „Haus des Buches ‚Sankt Petersburg“.

    „An das Haus des Buches und seine neuen Besitzer haben wir keinerlei Ansprüche, alles wurde durch einen materiellen Vergleich geregelt“, sagte Natalia Ganem, Präsidentin der Gesellschaft Close-Up International, die die Kläger vertritt, RIA Novosti.

    Eine Entschädigung wird in Höhe von 11 bis 57 Millionen Dollar erwartet.

    In dieser Woche wurde eine Jury der Geschworenen gebildet, die mit der Prüfung der Dokumente begonnen hat. Auf Bestehen der Kläger wurden der Akte Dokumente beigefügt, die das FBI bei den Beklagten beschlagnahmte.

    Am Donnerstag geht im Gericht die Zeugenbefragung weiter. Das ist eigentlich das Finale des Gerichtsprozesses der russischen Filmleute gegen amerikanische Videopiraten. Vor einem Jahr unterstützte ein Bezirksgericht in New York die gegen die Videopiraten erhobenen Anklagen der russischen Rechtsinhaber, was ein präzedenzloser Sieg der russischen Filmleute vor Gericht darstellte.

    Im Urteil des Bezirksrichters David Trager, der den Fall seit 2002 behandelt, wurde bestätigt: „Die Beklagten verletzten wissentlich die Urheberrechte und benutzten gesetzwidrig die Handelsmarken der Kläger.“ Die Geldstrafe für eine Episode der wissentlichen Verletzung der Urheberrechte beträgt in den USA zwischen 30 000 und 150 000 Dollar. Das Gericht erkannte die gesetzwidrige Nutzung von 383 Filmtiteln an.

    Die Close-Up International, die die Kläger im Gericht vertrat, hat das exklusive Recht auf den Vertrieb von Filmen der „goldenen Sammlung“ der russischen Filmstudios Mosfilm und Lenfilm sowie einiger anderer in Nordamerika.

    Zur Kollektion gehören über 500 Streifen, darunter „Der Brillantenarm“, „Entführung im Kaukasus“, „Liebesromanze im Büro“, „Gentlemen der Erfolge“, „Das Hundeherz“, „Solaris“, „Der Spiegel“ und „Iwan Wassiljewitsch wechselt den Beruf“.

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