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    F.Hoffman la Roche ruft AIDS-Präparat Viracept zurück

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    MOSKAU, 14. Juni (RIA Novosti). Die schweizerische pharmazeutische Gesellschaft F.Hoffmann-La Roche Ltd. hat das AIDS-hemmende Präparat Viracept von den Weltmärkten, darunter auch aus Russland, zurückgerufen.

    Das teilte der Chef der Moskauer Repräsentanz der Firma, Milos Petrovic, am Donnerstag auf einer Pressekonferenz bei der Nachrichtenagentur RIA Novosti mit. "Seit dem 8. Juni wird keinem einzigen Patienten in Russland mehr Viracept verabreicht", versicherte er. Bislang wurde das Präparat in Russland von 1500 HIV-Infizierten eingenommen, darunter von 300 Schwangeren und 210 Kindern. In Russland sind insgesamt mehr als 400 000 HIV-Infizierte registriert.

    "Ende Mai hatte ein Arbeiter unserer Fabrik in Basel einen Technologiefehler begangen. Er mengte mehr Ethylalkohol bei. Bei darauf folgenden Untersuchungen wurde in dem Präparat eine höhere Konzentration von Ethylmesylat festgestellt. Aber es war quasi unmöglich, die exakten Partien des unsauberen Präparats zu bestimmen, worauf wir beschlossen haben, alle Serien vom Markt zurückzurufen, darunter auch aus Russland", sagte Petrovic.

    Die Märkte der USA, Kanadas und Japans sind von der Maßnahme nach seinen Worten nicht tangiert, weil es in diesen Ländern eigene Produktionen der Firma gibt. Der Fehler sei nur in Basel begangen worden.

    Der Experte versicherte, dass es in Russland genügend Vorräte an alternativen Medikamenten zur Behandlung von AIDS gebe. Der Wechsel zu anderen Präparaten erfolge auf Kosten von F.Hoffmann-La Roche. Petrovic brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass die Lieferungen von Viracept Anfang August wiederaufgenommen werden.

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