01:06 25 September 2017
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    AKW-Panne in Japan: Radioaktives Wasser bei Erdbeben ausgelaufen

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    Nach dem schweren Erdbeben am Montag in Westjapan ist im größten Atomkraftwerk des Landes in Kashiwazaki-Kariwa radioaktives Wasser ausgeflossen. Das berichtet der AKW-Betreiber „Tokyo Denrioku“.

    TOKIO, 16. Juli (RIA Novosti). Nach dem schweren Erdbeben am Montag in Westjapan ist im größten Atomkraftwerk des Landes in Kashiwazaki-Kariwa radioaktives Wasser ausgeflossen.

    Das berichtet der AKW-Betreiber „Tokyo Denrioku“.

    Laut der Mitteilung des Unternehmens ist „Wasser, das radioaktive Stoffe enthielt, aus dem planmäßig zu prüfenden sechsten Block des AKW ausgeflossen“. Nach Schätzung der Experten von „Tokyo Denrioku“ war das Entweichen von einem Erdbeben verursacht.

    Wie es weiter heißt, ist das radioaktive Wasser teilweise ins Meer gelangt.

    Da die Wassermenge nicht über der gesetzlich zulässigen Norm lag, wurde das Wasser nicht auf Radioaktivität geprüft.

    Gleich nach dem ersten starken Erdstoß hatte das Unternehmen in einer Mitteilung darauf verwiesen, dass die vier in Betrieb befindlichen Blöcke des Atomkraftwerkes automatisch abgeschaltet wurden und es zu keiner außerordentlichen Situation gekommen sei.

    Etwas später wurde über ein Feuer in einem Spannungswandler an der Außenwand des dritten Blocks informiert. Gegen Mittag wurde der Brand gelöscht, und das Unternehmen versicherte, es habe keinen Austritt von Radioaktivität gegeben.

    Im Raum der Präfektur Niigata hatte sich am Montagmorgen ein Erdbeben der Stärke 6,8 ereignet. Die Katastrophe forderte mindestens sieben Menschenleben. Mehr als 800 Menschen wurden verletzt. Bei Tage wurde ein weiterer Erdstoß der Stärke 5,8 registriert.

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