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    Anschlagsversuch auf Beresowski: London gibt Moskau über diplomatische Kanäle Bescheid

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    Das britische Außenministerium wird die Anfrage Moskaus um Auskunft über Details des versuchten Anschlags auf den Unternehmer Boris Beresowski in nächster Zeit über diplomatische Kanäle beantworten, hat der Sprecher des Foreign Office, der RIA Novosti mitgeteilt.

    LONDON, 27. Juli (RIA Novosti). Das britische Außenministerium wird die Anfrage Moskaus um Auskunft über Details des versuchten Anschlags auf den Unternehmer Boris Beresowski in nächster Zeit über diplomatische Kanäle beantworten, hat der Sprecher des Foreign Office, der RIA Novosti mitgeteilt.

    Das Außenministerium Russlands hatte am Donnerstag die britischen Behörden über ihren Botschafter ersucht, offiziell kürzliche Presseberichte über einen russischen Staatsangehörigen zu erläutern, der angeblich in London unter dem Verdacht verhaftet worden ist, den Anschlag geplant zu haben. Den Meldungen zufolge ist er später aus Großbritannien ausgewiesen worden.

    "Wir können bestätigen, dass der Botschafter ein Gespräch im Moskauer Außenministerium hatte. Details dieses Treffens erläutern wir nicht. Wir werden dem Außenministerium (Russlands) unsere Antwort in nächster Zeit geben", ließ der Amtssprecher wissen.

    Ein Vertreter des Pressebüros von Scotland Yard hat RIA Novosti unterdessen am Donnerstagabend gesagt, dass es der Erklärung der Londoner Polizei vom 18. Juli nichts hinzuzufügen gebe.

    Die hauptstädtischen Ordnungshüter hatten damals mitgeteilt, dass im Zentrum Londons ein gewisser Mann unter dem Verdacht der Mordvorbereitung festgenommen worden sei. Zwei Tage später wäre er ohne eine Anklageerhebung zur Abschiebung an die Einwanderungsbehörden übergeben worden.

    Damals hatte die britische Presse unter Berufung auf die Rechtsschutzorgane außerdem verbreitet, dass der festgenommene Russe im Alter knapp über 30 im Antiterrorzentrum der Polizei in Paddington Green verhört worden sei. Es seien jedoch nicht ausreichende Anhaltspunkte für ein Strafverfahren ermittelt worden.

    Boris Beresowski, in Großbritannien anerkannter Asylant, hat bestätigt, dass ihm Scotland Yard am 16. Juni nahegelegt hatte, wegen der Gefahr eines Anschlags außer Landes zu gehen. Eine Woche später wäre ihm signalisiert worden, er könne ohne weitere Gefahren nach Großbritannien zurückkehren.