15:52 17 August 2017
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    Streit um Raketenabwurf: EU warnt Russland und Georgien vor Eskalation

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    Raketeneinschlag in Georgien (44)
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    BRÜSSEL, 08. August (RIA Novosti). Die Europäische Kommission hat Russland und Georgien zur Zurückhaltung in Bezug auf den Raketen-Zwischenfall im georgisch-südossetischen Konfliktraum gemahnt.

    Nach Behauptung der georgischen Seite waren zwei Flugzeuge mit russischen Erkennungszeichen am vergangenen Montag in den Luftraum Georgiens eingedrungen und hätten die Radaranlage nahe der Stadt Gori unter Raketenbeschuss genommen. Die Radaranlage ist allerdings nicht zu Schaden gekommen.

    Die Führung des Generalstabes der russischen Streitkräfte weist die Berichte über Flüge russischer Luftfahrzeuge zur genannten Zeit in dem an Georgien angrenzenden Luftraum entschieden zurück.

    „Wir appellieren an Russland und Georgien, Zurückhaltung an den Tag zu legen“, sagte die Sprecherin der EU-Kommission, Christine Hohmann, am Mittwoch in Brüssel. Sie fügte hinzu, dass die Europäische Kommission die Seiten auch zur Zusammenarbeit bei der Untersuchung des Zwischenfalls aufruft. Die EU-Kommissionssprecherin äußerte die Hoffnung, dass der Zwischenfall im Konfliktraum den russisch-georgischen Dialog über „die eingefrorenen Konflikte“ nicht beeinflussen werde.

    Nach dem Zwischenfall war der russische Botschafter in Tiflis, Wjatscheslaw Kowalenko, ins georgische Außenministerium bestellt worden, wo ihm eine Protestnote überreicht wurde.

    Nach Angaben von südossetischen Beobachtungsposten war ein unbekanntes Flugzeug in den Konfliktraum im Gebirgsgebiet von Südossetien eingedrungen - aus östlicher Richtung, das heißt von Georgien aus. Die Maschine hatte ungezielt eine Rakete abgeworfen, die etwa fünf Kilometer von der Radarstation entfernt nahe der Ortschaft Schawschebi niederfiel. Anschließend kehrte die Maschine um und flog zurück. Etwa 30 Minuten später wurde in diesem Raum ein georgischer Hubschrauber gesehen, der den Ort mehrmals umkreiste.

    Das russische Außenministerium hat am Mittwoch dazu aufgerufen, den Zwischenfall sorgfältig zu untersuchen, um dessen wahre Organisatoren aufzuspüren. Nach Auffassung des russischen Außenamtes handelt es sich beim Beschuss des georgischen Territoriums um eine Provokation, die darauf abzielte, den Prozess der Normalisierung im georgisch-südossetischen Konfliktraum zum Scheitern zu bringen.

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