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    Dissident Bukowski fordert von Serbski-Institut Dementi über psychische Erkrankung

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    LONDON, 14. August (RIA Novosti). Der in Großbritannien lebende Dissident Wladimir Bukowski und die Initiatoren seiner Kandidatur für das Amt des russischen Präsidenten fordern Dementi über eine der Aussagen, dass Bukowski ein „Psychopath“ gewesen sei.

    So hieß es in einer Mitteilung der Initiative.

    Am Montag hatte die britische Zeitung „Daily Telegraph“ Aussagen eines unbenannten Mitarbeiters des staatlichen Serbski-Wissenschaftszentrums für Sozial- und Gerichtspsychiatrie veröffentlicht. Dieser hatte gesagt, dass „der Patient“ Bukowski zweifellos „ein Psychopath“ gewesen sei. Zu Breschnews Zeiten hat Bukowski, bekannt für seine Kritik an der Sowjetmacht, mehrere Jahre in Nervenheilanstalten verbringen müssen.

    „Nach seiner Verhaftung schrieb er hunderte Klagebriefe. Nicht jeder würde das tun. Das war ein weiteres Anzeichen für seinen Zustand“, sagte der unbenannte Sprecher des Serbski-Zentrums. Bukowski wurde 1976 aus der UdSSR zwangsausgewiesen und lebt jetzt in Großbritannien.

    Bukowski gehörte zu den Organisatoren der Kampagne für den Boykott der Olympischen Spiele 1980 in Moskau und zu den Mitgründern der internationalen antikommunistischen Organisation „Internationaler Widerstand“ („Resistance international“). Außerdem organisierte er die Propaganda gegen die sowjetischen Truppen in Afghanistan.

    Bukowski war mit dem ehemaligen FSB-Mitarbeiter Alexander Litwinenko befreundet. Nach dessen Tod schlug er vor, „den Mord an Litwinenko als Aggression gegen Großbritanniens Souveränitat“ zu bewerten und den fünften Artikel der NATO-Charta „über gemeinsame Abwehr, falls einem Mitglied der Allianz Gefahr droht“ zu „aktivieren“.

    „Daily Telegraph“ schlug in einer Kolumne Alarm wegen einer vermeintlichen „Rückkehr Russlands in die Vergangenheit“. Als Beispiel dafür führte sie die psychiatrische Zwangsbehandlung der Menschenrechtlerin Larissa Arap.

    „Die Initiative zur Kandidatur Wladimir Bukowskis als Präsident fordert von dem staatlichen Serbski-Wissenschaftszentrum für Sozial- und Gerichtspsychiatrie, die Aussage seines Mitarbeiters im „Daily Telegraph“ unverzüglich zu dementieren“, hieß es in einer Erklärung der Initiative. Andernfalls könne Bukowski auf sein Recht zurückgreifen, das Serbski-Zentrum oder seine Mitarbeiter, die solche Aussagen machen, wegen Diffamierung zu verklagen.

    Die Initiative weist darauf hin, dass „so eine Aussage von einem Vertreter einer staatlichen Organisation von der Regierung als Vorwand gedacht sein könnte, Bukowski die Registrierung als Präsidentschaftsanwärter als psychisch Krankem zu verweigern“.

    Die Initiative verkündete am 28. Mai, Bukowski als Präsidentschaftskandidat zu nominieren. Anfang August bekam der Dissident, dem seine russische Staatsbürgerschaft 1992 zurückgegeben wurde, einen neuen russischen Pass und erklärte, dass er im Herbst nach Russland kommen wolle. Das letzte Mal war er 1993 im Land.

    Gegenwärtig behandelt das russische Verfassungsgericht die Frage, ob Personen mit doppelter Staatsbürgerschaft als Präsidentschaftskandidaten antreten können.

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