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    Beresowski drängt Westen zum Sturz Putins - „Moskowski Komsomolez“

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    MOSKAU, 27. August (RIA Novosti). Boris Beresowski hat erneut zum Sturz des „autoritären Regimes Putins“ und zur Wiederherstellung der Demokratie in Russland aufgerufen. In einem Beitrag für die „Sunday Times“ fordert er vom Westen, den Kreml unter Druck zu setzen, um eine Staatsverwaltung in Russland wiederherzustellen, die „dem Buchstaben und dem Geist der Verfassung Russlands entsprechen würde“, schreibt die Tageszeitung „Moskowski Komsomolez“ am Montag.

    „Der Westen muss die Regierung Putins für verfassungswidrig erklären“, heißt es im Plan von Beresowski. Demnach sollen „die Machtinstitute unter Druck gesetzt werden“. Die Formen eines solchen Drucks könnten nach Ansicht des Exil-Oligarchen unterschiedlich sein, „einschließlich eines Aufstands in der Schlussphase“.

    Trotz so mancher Absurditäten, die der Zeitungsbeitrag enthält, steht ein schlauer strategischer Plan dahinter, betont die Moskauer Zeitung. Im Laufe seiner Londoner Exil-Jahre war Beresowski stets davon überzeugt, dass er zum „Totengräber des Regimes Putins“ wird. Die Zeit verging aber, und heute wird er wohl selbst zugeben müssen, dass sich seine bisherige Strategie nicht bewährt hat.

    Es wäre aber nicht Beresowskis Stil, sich geschlagen zu geben. Nun ist eine neue Strategie aufgetaucht, die sich auf einen Satz reduzieren lässt: Wenn es mir nicht gelungen ist, Putins Regime zu stürzen, so soll das der Westen für mich tun. Der durchschnittliche westliche Bürger und selbst der Durchschnittspolitiker haben indes eine äußerst verschwommene Vorstellung vom realen Russland.