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    Pressekonferenz zu Litwinenko-Fall: Lugowoi kommt ohne Einladung nicht nach London

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    Pressekonferenz von Lugowoi (12)
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    Der Unternehmer Andrej Lugowoi, dem Großbritannien den Mord am ehemaligen Mitarbeiter des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, Alexander Litwinenko, vorwirft, behauptet, von niemandem nach Großbritannien eingeladen worden zu sein.

    MOSKAU, 29. August (RIA Novosti). Der Unternehmer Andrej Lugowoi, dem Großbritannien den Mord am ehemaligen Mitarbeiter des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, Alexander Litwinenko, vorwirft, behauptet, von niemandem nach Großbritannien eingeladen worden zu sein.

    „Ich reise nicht nach Großbritannien, weil niemand mich dorthin eingeladen hat“, sagte Lugowoi auf einer Pressekonferenz für britische Journalisten, die gemeinsam von RIA Novosti und vom Radiosender „Echo Moskaus“ veranstaltet wird.

    Lugowoi zufolge habe er bereits am 20. November (vergangenen Jahres), drei Tage vor dem Tod von Litwinenko, zusammen mit Kowtun seine Personalien der britischen Botschaft mitgeteilt. „Ich habe bei vollem Verstand zusammen mit Kowtun einen Antrag bei der Botschaft Großbritanniens eingereicht und dabei meine Personalien, einschließlich der Telefonnummern und der Adressen, mitgeteilt“, sagte Lugowoi. Er habe damit gerechnet, sich mit Experten von Scotland Yard zu treffen, aber niemand habe sich mit ihm in Verbindung gesetzt, sagte Lugowoi.

    Die britischen Behörden beschuldigen Lugowoi der Teilnahme am Litwinenko-Mord und bestehen trotz einer Absage der russischen Generalstaatsanwaltschaft weiterhin auf die Auslieferung des Unternehmers. Ihre abschlägige Antwort hatte die russische Generalstaatsanwaltschaft damit begründet, dass die Verfassung des Landes die Auslieferung russischer Bürger verbietet.

    Die Situation um den Fall Litwinenko hat zu einer Verschärfung der Beziehungen zwischen beiden Ländern geführt. So hat Großbritannien vier russische Diplomaten ausgeliefert, woraufhin Russland entsprechende Gegenmaßnahmen traf.

    Der ehemalige FSB-Offizier Litwinenko, der im Jahre 2000 nach Großbritannien geflüchtet war, starb im November 2006 im Alter von 43 Jahren. Die britische Gesundheitsschutzagentur wies in seinem Körper eine große Menge von radioaktivem Polonium-210 nach.

    Ein offizielles Gutachten zu den Todesursachen und zu den Obduktionsergebnissen wurde von den britischen Behörden bis jetzt nicht veröffentlicht.

    Wie der Chef des Untersuchungskomitees der russischen Generalstaatsanwaltschaft, Alexander Bastrykin, zuvor sagte, hat Russland von Großbritannien noch keine Beweise für die Teilnahme von Lugowoi am Litwinenko-Mord erhalten.

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