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    Lugowoi macht Ex-Oligarch Beresowski für Litwinenko-Mord verantwortlich

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    Pressekonferenz von Lugowoi (12)
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    Der russische Unternehmer Andrej Lugowoi, der in Großbritannien wegen Mord am ehemaligen FSB-Offizier Alexander Litwinenko angeklagt wurde, sieht den im Londoner Asyl lebenden Unternehmer Boris Beresowski hinter der Ermordung Litwinenkos sowie der Journalistin Anna Politkowskaja.

    MOSKAU, 29. August (RIA Novosti). Der russische Unternehmer Andrej Lugowoi, der in Großbritannien wegen Mord am ehemaligen FSB-Offizier Alexander Litwinenko angeklagt wurde, sieht den im Londoner Asyl lebenden Unternehmer Boris Beresowski hinter der Ermordung Litwinenkos sowie der Journalistin Anna Politkowskaja.

    „Das ist eine geplante Provokation. Ich denke, dass dem Mord an Politkowskaja und Litwinenko die Ermordung von Jelena Tregubowa folgen sollte“, sagte Lugowoi am Mittwoch auf einer Pressekonferenz für britische Journalisten, die von RIA Novosti und dem Radiosender Echo Moskaus veranstaltet wurde.

    Laut Lugowoi war er mit Beresowski kurz vor Litwinenkos Tod zusammengetroffen, um über eine Leibwache für Schriftstellerin Jelena Tregubowa zu beraten, die 2006 nach dem Erscheinen ihres Buchs „Die Märchen einer Kreml-Diggerin” Russland verlassen hatte.

    Beresowski habe sich erkundigt, ob Tregubowas künftige Leibwächter bei der Firma von Lugowoi beschäftigt seien. „Beresowski wollte sich von vornherein ein Alibi verschaffen“, sagte Lugowoi.

    Die russische Generalstaatsanwaltschaft hatte diese Woche bekannt gegeben, den Mord an Politkowskaja aufgeklärt zu haben. Den Angaben zufolge befindet sich der Drahtzieher des Mordes im Ausland.

    Beresowski hatte zuvor wiederholt erklärt, dass hinter Litwinenko-Mord Lugowoi stehe.

    Der ehemalige Mitarbeiter des russischen Inlandsgeheimdienstes, Alexander Litwinenko, war 2000 nach Großbritannien geflüchtet und starb am 23. November 2006 in der Londoner Universitätsklinik. In seinem Körper wurden Spuren der radioaktiven Substanz Polonium 210 festgestellt. Ein offizielles Gutachten über Litwinenkos Todesursache wurde jedoch bisher nicht veröffentlicht.

    Nach monatelangen Ermittlungen machte die britische Justizbehörde den russischen Unternehmer Andrej Lugowoi für den Mord an Litwinenko verantwortlich und forderte in diesem Mai dessen Auslieferung. Moskau lehnte die Forderung ab, weil das Grundgesetz die Auslieferung von russischen Staatsbürgern ins Ausland verbietet.

    Lugowoi selbst beteuert seine Unschuld und weist die Vorwürfe als "politisch motiviert" zurück. Die russische Generalstaatsanwaltschaft, die parallel zum Litwinenko-Mord ermittelt, hat nach eigenen Aussagen von Großbritannien kein belastendes Material gegen Lugowoi erhalten.

    Der Streit hat die Beziehungen zwischen Moskau und London schwer belastet. Großbritannien wies vier russische Diplomaten aus und legte die Verhandlungen über Visaerleichterungen mit Russland auf Eis. Auch Russland erklärte vier britische Diplomaten zu Persona non grata und stellte die Visaausstellung für britische Offizielle ein.

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