14:01 21 Juli 2018
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    Lugowoi fordert Beweise über Todesursache von Litwinenko

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    Pressekonferenz von Lugowoi (12)
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    MOSKAU, 29. August (RIA Novosti). Der Unternehmer Andrej Lugowoi, dem die britische Staatsanwaltschaft den Mord an Alexander Litwinenko vorwirft, weiß nichts über die genaue Todesursache des ehemaligen Mitarbeiters des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB.

    „Es geht um den Tod Litwinenkos durch eine radioaktive Substanz, aber niemand hat Beweise dafür gesehen“, sagte Lugowoi am Mittwoch auf einer Pressekonferenz für britische Journalisten, die von RIA Novosti und vom Radiosender „Echo Moskaus“ gemeinsam veranstaltet wurde.

    Die britischen Behörden bestehen trotz einer Absage der russischen Generalstaatsanwaltschaft auf der Auslieferung des Unternehmers. Ihre abschlägige Antwort hatte die russische Generalstaatsanwaltschaft damit begründet, dass die Verfassung des Landes die Auslieferung russischer Bürger verbietet. Die Situation um den Fall Litwinenko hat zu einer Verschärfung der Beziehungen zwischen beiden Ländern geführt. So hat Großbritannien vier russische Diplomaten ausgeliefert, woraufhin Russland entsprechende Gegenmaßnahmen traf.

    Der ehemalige FSB-Offizier Litwinenko, der im Jahre 2000 nach Großbritannien geflüchtet war, starb im November 2006 im Alter von 43 Jahren. Die britische Gesundheitsschutzagentur wies in seinem Körper eine große Menge von radioaktivem Polonium-210 nach. Ein offizielles Gutachten zu den Todesursachen und zu den Obduktionsergebnissen wurde von den britischen Behörden bis jetzt nicht veröffentlicht.

    Wie der Chef des Untersuchungskomitees der russischen Generalstaatsanwaltschaft, Alexander Bastrykin, zuvor sagte, hat Russland von Großbritannien noch keine Beweise für die Teilnahme von Lugowoi am Litwinenko-Mord erhalten. Laut Bastrykin hat die russische Generalstaatsanwaltschaft umfangreiche Ermittlungsarbeit im Fall Litwinenko geleistet. „Es ist aber noch nicht gelungen, sich der Wahrheit anzunähern und zu klären, wer das Verbrechen begangen hatte“, sagte der Jurist.

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