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    Ex-Premier Kassjanow vergleicht Strafverfahren gegen Ex-Russneft-Chef mit Fall Chodorkowski

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    Russlands Ex-Premier Michail Kassjanow hat die strafrechtliche Verfolgung des ehemaligen Chefs der Erdölgesellschaft Russneft, Michail Guzerijew, mit dem Fall Chodorkowski verglichen.

    JEKATERINBURG, 29. August (RIA Novosti). Russlands Ex-Premier Michail Kassjanow hat die strafrechtliche Verfolgung des ehemaligen Chefs der Erdölgesellschaft Russneft, Michail Guzerijew, mit dem Fall Chodorkowski verglichen.

    Im Jahr 2005 war der ehemalige Chef der Erdölgesellschaft Yukos, Michail Chodorkowski, wegen Betrug und Steuerhinterziehung angeklagt und zu acht Jahren Freiheitsentzug verurteilt worden.

    Kassjanow, der damals den Posten des Regierungschefs bekleidete, war einer der wenigen Offiziellen, der öffentlich bezweifelte, dass die Verurteilung Chodorkowski gerechtfertigt war.

    Ende Juli teilte Guzerijew mit, dass er Russneft an Töchter von „Basic Element“ von Magnat Oleg Deripaska verkaufe. Anfang Juli teilte ein Sprecher von „Basic Element“ RIA Novosti mit, dass der Konzern das Consultingunternehmen MK Analitika erwerben wolle, das Kassjanow 2005 gegründet hat.

    Dabei äußerte Kassjanow die Meinung, dass die Fahndung nach Guzerijew kein Druck auf russische Unternehmer im allgemeinen, sondern ein Zeichen ist, dass die Behörden die Verletzungen bestimmter „Spielregeln“ ablehnen.

    Das Twerskoi-Gericht in Moskau hatte in Abwesenheit Guzerijews seine Festnahme angeordnet. Er wird wegen illegalen Geschäften und Steuerhinterziehung angeklagt. Der Russneft-Chef befindet sich zurzeit im Ausland. Nach ihm wurde eine internationale Fahndung eingeleitet.

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