20:37 18 November 2017
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    OSZE-Missionschef in Moldawien in Russland unter Schmuggelverdacht

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    MOSKAU, 31. August (RIA Novosti). Russische Untersuchungsbeamte wollen den aus den USA stammenden Chef der OSZE-Mission in Moldawien unter dem Verdacht der illegalen Ausfuhr von wertvollen Postern aus Russland verhören.

    In einer Mitteilung der Pressestelle des russischen Innenministeriums heißt es, der US-Bürger Louis O'Neill habe im März 2007 einen Schmuggelversuch unternommen.

    „Ein internationales Rechtshilfeersuchen mit der Bitte um die Übergabe einer Vorladung des Missionschefs der OSZE in Moldawien, Louis O'Neill, zum Verhör, ist nach Moldawien übermittelt worden“, heißt es.

    Das Innenministerium behauptet, dass der US-Bürger vom russischen Zoll auf dem Moskauer Flughafen Domodedowo bei dem Versuch gestellt worden ist, aus Russland historisch wertvolle Poster illegal ausführen zu wollen. Bei der Zollkontrolle seien in seinem Gepäck fünf Tuben mit Postern der bekannten Künstler Viktor Deni und Dmitri Mor aus den 20er Jahren gefunden worden. Eine Ausfuhrgenehmigung habe nicht vorgelegt.

    „Die Zöllner haben die Plakate im Beisein von Zeugen beschlagnahmt. O'Neill, der einen Diplomatenpass vorwies, berief sich jedoch auf seine diplomatische Immunität und hat die Russische Föderation verlassen“, wird mitgeteilt.

    Es wurde gemäß russischem Strafrecht ein Verfahren wegen Schmuggels eingeleitet. Für derartige Delikte ist eine Freiheitsstrafe von drei bis sieben Jahren vorgesehen.

    Aus der Mitteilung geht hervor, dass die 75 beschlagnahmten Poster begutachtet worden sind. Sie fallen demzufolge unter das Gesetz über kulturelle Schätze und bedürfen folglich der Ausfuhrgenehmigung.

    Das russische Innenministerium hat die nationalen Rechtsschutzorgane offiziell informiert, dass O'Neill gemäß internationalem Recht zum Tatzeitpunkt über keine diplomatische Immunität verfügte.

    „Sollte er nicht beim Verhör erscheinen, wird geprüft, ob er zur internationalen Fahndung ausgeschrieben wird“, teilt das Innenministerium mit.

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