00:55 25 November 2017
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    Nordossetien gedenkt der Opfer des Terrors in der Beslaner Schule

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    BESLAN, 03. September (RIA Novosti). Die damaligen Geiseln und die Angehörigen der Opfer des Terroranschlags vor drei Jahren sowie Gäste aus allen Teilen Nordossetiens haben sich an der Schule in Beslan versammelt und legen zum Gedenken Blumengebinde am Ort des Schreckens nieder, berichtet der Korrespondent von RIA Novosti am Montag.

    Die Rechtsschutzorgane schätzen, dass sich gegenwärtig ungefähr 2500 Menschen eingefunden haben. Seit den Morgenstunden sind insgesamt wohl schon über 4 000 Personen zum Gedenken zur Schule gezogen.

    Der Geiselnahme in der Beslaner Schule, die die Welt am 1./3. September 2004 erschüttert hat, sind nach offiziellen Angaben der Generalstaatsanwaltschaft der Russischen Föderation 333 Menschen zum Opfer gefallen, davon 317 Geiseln. 186 Kinder mussten die Schreckenstat mit ihrem Leben bezahlen.

    Wie ermittelt worden ist, haben die Terroristen damals 1 128 Menschen in ihre Gewalt genommen. Als Geschädigte wurden 1 315 Menschen anerkannt.

    Immer neue Abordnungen fahren zum zerstörten Schulgebäude an. Sie betreten die ehemalige Turnhalle, wo die Geiseln während des Anschlags eingepfercht waren, und zünden Kerzen an. An den Fotografien der Getöteten, die über die gesamte Halle verstreut sind, werden Blumen niedergelegt. Das Weinen der ihrer Kinder beraubten Mütter will nicht verstummen.

    Es gibt wohl Niemanden, der den Saal nicht mit Tränen in den Augen verlässt. Frauen, die die Turnhalle verlassen, wenden sich dem Hydranten im Hof der Schule zu, aus dem unentwegt Wasser tropft. Dorthin eilten die freigekommenen Kinder während des Sturmes noch unter dem Kugelhagel. Die Terroristen hatten sie drei Tage lang ohne Wasser darben lassen.

    In der Mitte der Turnhalle ist ein Kreuz errichtet worden, um das herum rote Nelken liegen. Priester spenden den Trauernden über die drei Tage des Gedenkens Trost.

    Rettungswagen sind vorsorglich vor der Schule zusammengezogen worden. Am entgegen gesetzten Ende des Schulhofes befinden sich zwei Sanitätspunkte, wo den Menschen Hilfe zuteil wird und sie zu trinken bekommen.

    Noch immer lebt Beslan unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen. Die Milizionäre beziehen ihre Posten an der Schule um 4.00 Uhr in der Frühe. Bis 20.00 Uhr dauert ihr Dienst. Die Einsatzbereitschaft der Miliz steht rund um die Uhr auf Posten.

    Die auf den Schienen neben der Schule vorbeifahrenden Züge geben lange Signale ab.

    Um 13.05 Uhr Moskauer Zeit, dem Moment, als vor drei Jahren die erste Explosion in der Schule zu hören war, legte Nordossetien eine Schweigeminute ein.

    Der Schulbeginn ist in Beslan, anders als im Land üblich, um fünf Tage verschoben worden.