17:53 23 November 2017
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    Beresowski fordert Geld zurück, mit dem er die ukrainische Demokratie unterstützte

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    Der im Londoner Asyl lebende Russe Boris Beresowski hat beim Obersten Gericht von England und Wales eine Klage gegen ukrainische Politiker eingereicht, in der er fordert, einen Teil der Gelder zurückzugeben, die er zur Unterstützung der Demokratie in dieser ehemaligen Sowjetrepublik bereit gestellt hat.

    KIEW, 03. September (RIA Novosti). Der im Londoner Asyl lebende Russe Boris Beresowski hat beim Obersten Gericht von England und Wales eine Klage gegen ukrainische Politiker eingereicht, in der er fordert, einen Teil der Gelder zurückzugeben, die er zur Unterstützung der Demokratie in dieser ehemaligen Sowjetrepublik bereit gestellt hat.

    Das teilte das ukrainische Justizministerium am Montag nach Erhalt einer entsprechenden Anfrage aus Großbritannien mit.

    Angeklagt werden Alexander Tretjakow und Dawid Schwanija, beide Mitglieder der präsidententreuen Partei „Unsere Ukraine“. Beresowski wirft ihnen eine zweckentfremdete Nutzung von 22,85 Millionen Dollar vor, die er während der Präsidentschaftswahlen von 2004 bereitgestellt hatte. Tretjakow war früher als Berater des ukrainischen Präsidenten Juschtschenko tätig, Schwanija war 2005 Zivilschutzminister.

    Beresowski hatte die „orange Revolution“ in der Ukraine unterstützt, obwohl das ukrainische Recht Ausländern verbietet, den Wahlkampf zu finanzieren. Beresowski behauptete, er habe mit dem Geld nicht einzelne Parteien, sondern „demokratische Institute“ unterstützt und die Finanzmittel auf Konten der Vertrauten von Präsident Viktor Juschtschenko überwiesen.

    Juschtschenkos Umgebung wies diese Behauptungen als falsch zurück. Daraufhin reichte Beresowski eine Gerichtsklage ein.

    In Russland wird gegen Beresowski wegen einer Reihe von Schwerverbrechen ermittelt. Gegen ihn besteht ein internationaler Haftbefehl.

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