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    Hungerstreik in Spaniens Gefängnissen - Terrorangeklagte erklären sich für unschuldig

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    MADRID, den 04. September (RIA Novosti). 12 Untersuchungshäftlinge haben am Sonnabend in vier verschiedenen Gefängnissen Spaniens zeitgleich den Hungerstreik erklärt.

    Wie die spanische Zeitung ABC berichtet, prüft die spanische Justizvollzugsbehörde inzwischen, wie die 12 völlig von einander isolierten Gefängnisinsassen - sieben Marokkaner, vier Algerier und ein Türke - die gemeinsame Aktion absprechen konnten. Sie würden dagegen protestieren, dass sie unschuldig und völlig unbegründet hinter Gitter geraten seien.

    Laut ABC befinden sich drei Marokkaner unter dem Verdacht, den Terroranschlag vom 11. März 2004 in Madrid organisiert zu haben, in Untersuchungshaft.

    Die übrigen Häftlinge verbüßen nach Angaben der Zeitung unterdessen Haftstrafen wegen Dokumentenfälschung, Werbung von Selbstmordattentätern für Irak und der Organisation des Bombenanschlags auf das Gebäude des Nationalen Gerichtshofes Spaniens von 2004.

    Der Sprecher der Provinzregierung von Valencia, wo drei Gefängnisse bestreikt werden, hat schon am Montag mitgeteilt, dass sich die Hungerstreikenden unter ärztlicher Aufsicht befinden.

    ABC will unterdessen bei den Vollzugsbehörden erfahren haben, dass die Hungerstreikenden nur "Aufmerksamkeit erregen" wollten, was ein "übliches Druckmittel" auf die Rechtsprechung sei.

    Die Verhandlungen gegen die vermutlichen 28 Terroristen und ihre Komplizen, die wegen der Bombenanschläge auf die vier Madrider Pendlerzüge am 11. März 2004 vor Gericht stehen, ist am 2. Juli zu Ende gegangen.

    Im Obersten Gerichtshof in Madrid ist seit Mitte Februar verhandelt worden. So, wie es die Rechtslage in Spanien vorsieht, wird das Urteil jedoch erst im Oktober verkündet.

    Mit den Anschlägen auf die vier Pendlerzüge vom 11. März 2004 wollten sich Islamisten für die spanische Beteiligung an der antiirakischen Koalition rächen. Den Terroranschlag mussten 191 Menschen mit dem Leben bezahlen. Er kostete außerdem 1 841 Verletzte.

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