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    Durchsuchungen beim Fußballmeister Corinthians - Beresowski der Geldwäsche verdächtigt

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    Die brasilianischen Ermittler haben am Dienstagabend im Zusammenhang mit dem Geldwäscheverdacht gegen den Unternehmer Boris Beresowski beim aktuellen Fußballmeister Corinthians Sao Paulo Unterlagen beschlagnahmt.

    RIO DE JANEIRO, 05. September (RIA Novosti). Die brasilianischen Ermittler haben am Dienstagabend im Zusammenhang mit dem Geldwäscheverdacht gegen den Unternehmer Boris Beresowski beim aktuellen Fußballmeister Corinthians Sao Paulo Unterlagen beschlagnahmt.

    Die inzwischen beurlaubte Leitung des Fußballvereins steht unter dem Verdacht, gemeinsam mit der von Boris Beresowski gegründeten Media Soccer Investment (MSI) eine kriminelle Vereinigung zum Zwecke gesetzeswidriger Finanzmanipulationen geschaffen zu haben.

    Als die Polizei im Sitz des Vereins erschien, versuchte ein Angestellter, mit seinem Notebook die Flucht zu ergreifen. Es wird vermutet, dass auf dessen Festplatte die Unterlagen des iranischen Mitbesitzers Kia Joorabchian gespeichert sind.

    Wie von den Untersuchungsbeamten zu hören war, sind bei der Polizeiaktion grobe Finanzverstöße festgestellt worden, darunter auch die Gründung fiktiver Firmen, die für Geldwäsche benutzt wurden, und Steuervergehen. Der dokumentarisch nachgewiesene Schaden belaufe sich auf 250 000 US-Dollar. Der zuständige Staatsanwalt vermutet indes einen viel höheren Schaden für den Fußballverein.

    Mauricio Soares von der Abteilung für die Bekämpfung der organisierten Kriminalität des Staates Sao Paulo hält die beschlagnahmten Dokumente für recht bedeutsam für die weiteren Untersuchungen. Vor der Presse meinte er, dass das Vermögen der Vereinsmanager zugunsten des geschädigten Fußballklubs eingezogen wird, sollte ihre Schuld bewiesen werden.

    Die Führung des Vereins Corinthians Sao Paulo hatte bisher alle Vorwürfe wegen Finanzmanipulationen als haltlos zurückgewiesen. Boris Beresowski seinerseits hat ebenfalls eine Erklärung verbreitet, mit der er jede Verwicklung in Geldwäsche bestritt.

    Boris Beresowski war im Mai 2006 auf dem Flughafen von Sao Paulo festgehalten und im Zusammenhang mit den Finanzmanipulationen der Media Soccer Investment über acht Stunden verhört worden.

    Der russische Geschäftsmann lebt als politischer Asylant in Großbritannien. In Russland laufen gegen ihn mehrere Strafsachen, auf deren Grundlage er zur internationalen Fahndung ausgeschrieben worden ist. Die russische Justiz hat wiederholt in Großbritannien seine Auslieferung beantragt, doch bisher keine positive Antwort erhalten.

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