16:07 20 November 2017
SNA Radio
    Panorama

    Aeroflot-Affäre: Beresowskis Pflichtverteidiger bestreitet Vorwurf des Betrugs

    Panorama
    Zum Kurzlink
    0 210
    MOSKAU, 05. September (RIA Novosti). Vor Gericht in Moskau hat der Pflichtverteidiger des in Großbritannien untergetauchten Geschäftsmannes Boris Beresowski die Schuld seines Mandanten in Bezug auf die Unterschlagung von Aeroflot-Geldern als unbewiesen bestritten, hat der Korrespondent von RIA Novosti berichtet.

    „Mein Verhältnis zur Anklage ist extrem negativ. Die Schuld von Boris Beresowski ist nicht bewiesen“, hat Rechtsanwalt Alexander Dudkin im Prozess gesagt. Dudkin ist zum Pflichtverteidiger bestellt worden, weil der angeklagte Geschäftsmann seinen Rechtsanwälten die Teilname an dem Prozess in Russland verboten hatte.

    Das Gericht hört gegenwärtig die Zeugen der Anklage und prüft die dokumentarischen Beweise. Die Staatsanwaltschaft hat 24 Zeugen aufgeboten.

    Beresowskis Pflichtverteidiger hat die Anhörung von 14 Zeugen beantragt, von denen vier ihren Wohnsitz in der Schweiz haben.

    In dem Prozess vor dem zuständigen Moskauer Stadtbezirksgericht muss sich Boris Beresowski wegen der Unterschlagung von über 214 Millionen Rubel und der Wäsche der von Aeroflot entwendeten Mittel in Höhe von über 16 Millionen Rubel verantworten. Im Fall eines Schuldspruchs muss er mit einer Höchststrafe von 10 Jahren Haft rechnen.

    Boris Beresowski lebt als politischer Asylant in Großbritannien. Russland hat wiederholt seine Auslieferung beantragt, doch bisher von britischer Seite keine positive Antwort bekommen.

    Die Strafsache um die Unterschlagung von Mitteln der Aeroflot ist nicht das einzige Delikt, in dem gegen Boris Beresowski ermittelt wird. Im April ist ein Ermittlungsverfahren wegen gewaltsamer Machtergreifung angestrengt worden, nachdem er der britischen Zeitung Guardian erklärt hat, er würde einen Staatsstreich in Russland finanzieren. Dafür ist eine Freiheitsstrafe von 12 bis 20 Jahren vorgesehen.

    Im Sommer 2007 hat die russische Generalstaatsanwaltschaft ein weiteres Verfahren wegen Unterschlagung von Geldern der Bank SBS-Agro eingeleitet.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren