11:52 24 November 2017
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    Russland schlägt Alarm wegen Schweinepest im Kaukasus

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    MOSKAU, 06. September (RIA Novosti). Über die südlichen Regionen in Russland ist der Ausnahmezustand wegen des Ausbruchs der afrikanischen Schweinepest in den angrenzenden Ländern verhängt worden.

    Darüber schreibt die „Nowyje Iswestija“ am Donnerstag.

    Um die Ausbreitung der Krankheit nach Russland zu verhindern, haben die Behörden der Kuban-Region beschlossen, alle Schweine im Raum Sotschi zu schlachten.

    Die Situation an der russischen Grenze zu Georgien hat sich bis aufs Äußerste angespannt. Die Behörden der Region Krasnodar sind zu dem Schluss gekommen, dass weitere Tatenlosigkeit angesichts der grassierenden afrikanischen Schweinepest unzulässig sei. Zwar ist diese Krankheit für den Menschen ungefährlich, aber sie führt zur 100-prozentigen Sterblichkeit bei Schweinen. Es gibt noch weltweit kein Vakzin gegen diese Krankheit.

    Massensterben von Tieren war bereits Anfang Juli in Abchasien und dann in einem Dorf des Kodori-Tals registriert. Später wurden verseuchte Tierleichen im Fluss Kodor gesehen. Ende August hat die Seuche dort bedrohliche Ausmaße angenommen. In der zweiten Augusthälfte wurde Schweinepest in Armenien registriert. Am Ende des Sommers waren Schweine in Südossetien von der tödlicher Pest befallen. Auch Russland ist von der Seuche bedroht. Zu diesem Schluss sind Fachleute am Institut für Tierschutz der russischen Behörde für Veterinär- und Phytohygieneaufsicht (Rosselchosnadsor) gelangt. Die Gefahr kann vom Schwarzen Meer kommen, denn die Infektionsviren sind in die ins Meer mündenden Flüsse gelangt.

    Wenn die Seuche auf Russland übergreift, würde die Wirtschaft des Landes nach Behauptung von Experten großen Schaden erleiden, denn Fleisch aus einem Land, wo die Pest wütet, wird von niemandem in der Welt gekauft. Es besteht auch die Gefahr, dass die gesamte Schweinezucht des Landes, die mit großer Mühe geschaffen wurde, zugrunde geht. Die Behörden der Region Krasnodar haben diese Situation bewertet und beschlossen, das an Abchasien angrenzende Territorium von Schweinen völlig zu räumen und ein totales Einfuhrverbot für alle Lebensmittel aus dieser Region zu verhängen.

    Experten sind der Meinung, dass hierbei keine Vorkehrungen überflüssig wären. „Die Gefahr der Ausbreitung von afrikanischer Schweinepest besteht im eventuellen Auftreten von Rückinfektionen“, sagte der Leiter der regionalen Aufsichtsbehörde für Verbraucherschutz (Rospotrebnadsor), Valeri Klinduchow. „Diese Krankheit wird einstweilen nicht auf den Menschen übertragen, aber das Virus kann mutieren. Auch Vogelgrippe war vor 30 Jahren nicht ansteckend für den Menschen, jetzt hat sie die Immunität ‚überwunden’“.

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