16:09 23 November 2017
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    Skandal in Österreich: Vier Rekruten wegen Nazipropaganda vom Dienst suspendiert

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    WIEN, den 07. September (RIA Novosti). Vier Militärangehörige wurden in Österreich Hauptfiguren eines Skandals. Eine Videoaufnahme zeigte sie mit zum Hitlergruß erhobenen Arm marschieren.

    Sie wurden nach Berichten des österreichischen Fernsehens vorläufig vom Dienst suspendiert. Gegen sie wurde außerdem ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

    Die Militärführung will es dabei aber nicht bewenden lassen. Sie hat die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, die nun entscheiden muss, ob ein Strafverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Gesetz über das Verbot der Nazipropaganda eingeleitet wird.

    "In dieser Angelegenheit kann es keine Kompromisse geben", hat Verteidigungsminister Norbert Darabos in diesem Zusammenhang keinen Zweifel gelassen.

    Das Nazi-Video, welches in dieser Woche im Internet aufgetaucht ist, hat zwei junge Rekruten der Salzburger Schwarzenberg-Kaserne bei einem Marsch mit dem Nazigruß gezeigt. Ein dritter skandierte Heil Hitler direkt in die Kamera. Auf einem zweiten, später verbreiteten Video war zu sehen, wie einer von ihnen seine Hakenkreuz-Tätowierung vorführt.

    Der vierte Militärangehörige wird verdächtigt, die Videoaufzeichnungen auf der Internetplattform "YouTube" platziert zu haben.

    Sollten die Soldaten der Nazipropaganda schuldig gesprochen werden, dann droht ihnen neben der Disziplinarstrafe eine 10jährige Haft.

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