21:38 23 November 2017
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    Mysteriöser Untergang von Atom-U-Boot K-129: Museum der Pazifikflotte bekommt Geheimunterlagen

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    WLADIWOSTOK, 10. September (RIA Novosti). Die russisch-amerikanische Kommission für Angelegenheiten der Kriegsgefangenen und Vermissten hat einst als "streng geheim" geltende Unterlagen über das sowjetische U-Boot K-129, das 1968 unter nicht geklärten Umständen verunglückt war, an das Museum für die Pazifikflotte in Wladiwostok übergeben.

    Wie Museumsdirektor Wassili Nikulin in einem RIA-Novosti-Gespräch mitteilte, handelt es sich dabei um Dokumente über den Verlauf der amerikanischen Bergungsoperation "Jennifer", bei der das U-Boot 1974 gehoben wurde. Übergeben wurde auch eine Videoaufnahme der Beisetzung von sechs Mitgliedern der K-129-Mannschaft durch die US-Marine im Jahre 1974.

    In den Jahren des Kalten Krieges hatten diese Dokumente als "streng geheim" gegolten, stellte Nikulin fest.

    Zum 40. Jahrestag des Unglücks mit K-129 wird im Museum eine spezielle Ausstellung vorbereitet.

    "Über dieses Unglück wissen wir nicht viel", sagte der Museumsdirektor. "Es gibt mehrere Versionen dazu. Die am Montag übergebenen Unterlagen sind von großer Bedeutung für die Geschichte."

    Nach seinen Worten hat die amerikanische Seite vor, weitere Unterlagen zum Unglück des U-Boots K-129 zu übergeben.

    Das Atom-U-Boot K-129 der sowjetischen Kriegsmarine, an deren Bord sich laut unterschiedlichen Angaben 96 bis 98 Mannschaftsmitglieder befanden, war vermutlich am 8. März 1968 unter nicht geklärten Umständen nahe Hawaii verunglückt.

    Das U-Boot-Wrack wurde später von den Amerikanern entdeckt. Beim Heben zerfiel das U-Boot in zwei Teile. Einige davon konnten allerdings zum amerikanischen Marinestützpunkt gebracht werden. Bei der Untersuchung dieser Teile wurden die Leichen von sechs sowjetischen Marinern entdeckt, die von den Amerikanern mit Militärehren im See beigesetzt wurden.

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