03:06 24 November 2017
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    Pakistans Ex-Premier Sharif nach Rückkehr aus Exil festgenommen - MEHR

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    Pakistanische Behörden haben den ehemaligen Premierminister Nawaz Sharif festgenommen, der am Montag aus dem Exil nach Pakistan zurückkehrte.

    ISLAMABAD, 10. September (RIA Novosti). Pakistanische Behörden haben den ehemaligen Premierminister Nawaz Sharif festgenommen, der am Montag aus dem Exil nach Pakistan zurückkehrte.

    Das teilten pakistanische TV-Privatsender unter Hinweis auf Polizeikreise mit.

    Sharif wurde 1999 als pakistanischer Premierminister durch einen Militärputsch gestürzt. Damals kam der heutige Präsident Pervez Musharraf an die Macht.

    Nach Angaben von Journalisten traf sich eine Delegation von Vertretern der Behörden mit Sharif nach seiner Ankunft, die dem Ex-Premier vorschlug, entweder erneut nach Saudi-Arabien ins Exil oder in ein Gefängnis zu gehen.

    Wie Medien meldeten, weigerte sich Sharif, das Land zu verlassen, wonach er festgenommen und der Polizei in der Provinz Pandschab überstellt worden war, wo er mit seiner Familie vor der Verbannung lebte. Laut jüngsten Meldungen wurde Sharif mit einem Hubschrauber nach Lahore, die Hauptstadt von Pandschab, gebracht.

    Indes ist der Flughafen von Islamabad von der Polizei blockiert. Alle Straßen, die zu ihm führen, sind abgesperrt. Zwischen Oppositionsvertretern, die versuchten, zum Flughafen zu kommen, und der Polizei kam es zu Zusammenstößen und Verletzten.

    Nawaz Sharif war Pakistans Premierminister in den Jahren 1990 bis 1993 und 1997 bis 1999. Nachdem er 1999 von den Militärs gestürzt worden war, wurde er wegen Korruption, Hochverrat und Terrorismus angeklagt und kam ins Gefängnis. Im Dezember 2000 wurde er nach Saudi-Arabien abgeschoben, die Anschuldigungen wurden nicht aufgehoben.

    Die pakistanischen Behörden behaupten, dass Sharif, bevor er aus dem Gefängnis entlassen wurde, ein Abkommen über Bedingungen seiner Freilassung unterzeichnete, in dem er sich verpflichtete, sich zehn Jahre lang von der Politik in Pakistan fern zu halten.