14:57 21 November 2017
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    Gericht belegt Geld von Bankier Frenkel im Zusammenhang mit der Ermordung des Zentralbank-Vizes mit Arrest

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    MOSKAU, 10. September (RIA Novosti). Ein Moskauer Stadtbezirksgericht hat 17 Millionen Rubel (483 000 Euro, 1 Euro = 35,2 Rubel) des Bankiers Alexej Frenkel, der der Organisation des Mordes am Ersten Zentralbank-Vize Andrej Koslow beschuldigt wird, mit Arrest belegt.

    Das teilte die Rechtsanwältin des Angeklagten, Ludmila Aiwar, im Gericht mit.

    „Das Gericht belegte die Geldmittel von Frenkel, die sich auf seinen Konten befanden und bei der Hausdurchsuchung gefunden wurden, mit Arrest“, sagte sie.

    Die Rechtsanwältin vermutete, dass das Geld als Sicherungsmaßnahme für künftige Klagen der Betroffenen eingefroren wurde. „Frenkel selbst sagt, dass das eine deutliche Auswirkung auf die Situation seiner Familie und für ihn selbst hat. Die Familienangehörigen bleiben ohne Geld“, äußerte Aiwar.

    Der Bankier legte Berufung gegen die Gerichtsentscheidung beim Moskauer Stadtgericht ein, weil der Antrag der Generalstaatsanwaltschaft in seiner Abwesenheit verhandelt worden war. Das Stadtgericht wird die Berufung am 19. September verhandeln.

    Der Erste Zentralbank-Vize Koslow war für die Lizenzausstellung zuständig. Das Attentat auf ihn wurde am 13. September vorigen Jahres verübt. Sein Kraftfahrer erlag den Verletzungen vor Ort, Koslow starb am nächsten Morgen im Krankenhaus.

    Frenkel kann zu lebenslänglicher Haft verurteilt werden. Außer ihm wird in dem Fall gegen sechs weitere Personen ermittelt. Eine dieser Personen ist die Unternehmerin Liana Askerowa, die der Beihilfe zum Mord beschuldigt wird. Alle befinden sich in einer Untersuchungshaftanstalt. Die Generalstaatsanwaltschaft hat die Ermittlung bereits abgeschlossen, die Angeklagten machen sich mit den Untersuchungsmaterialien bekannt.

    Nach dem wegen des Mordes an Koslow verdächtigten Igor Kosmynin wird gefahndet.

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