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    UN-Programm „Öl für Nahrungsmittel“: US-Unternehmer steht wegen Bestechung vor Gericht

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    NEW YORK, 11. September (RIA Novosti). Der Geschäftsmann Oscar Wyatt aus Texas muss sich vor dem Bundesgericht in Manhattan für die Bestechung des Saddam-Regimes mit vier Millionen US-Dollar für seine Beteiligung an dem UN-Programm „Öl für Nahrungsmittel“ verantworten, berichtet die amerikanische Presse.

    Dem 83-jährigen Angeklagten droht wegen illegaler finanzieller Machenschaften und Verletzung der UN-Sanktionen eine Haft von über 70 Jahren. Die Staatsanwaltschaft will dem Geschworenengericht umfangreiche Beweise vorlegen, wobei sie sich auch auf die internen Untersuchungen der UNO und der irakischen Regierung stützt.

    In der Presse wird unter anderem auch von vertrauensvollen Beziehungen des Beschuldigten zu den Ex-Präsidenten der USA, Richard Nixon und Ronald Reagan, berichtet.

    Korruptionsaffären, in die Spitzenbeamte verwickelt waren, haben die UNO in den letzten Jahren immer häufiger erschüttert, sodass die amerikanische Justiz unentwegt Anklagen wegen finanzieller Manipulationen bei der Realisierung des bekannten UN-Programms "Öl für Nahrungsmittel" zur Zeit der Herrschaft Saddam Husseins gegen frühere Mitarbeiter der Weltorganisation erhebt.

    Das Programm ermöglichte es Irak in der Zeit von Dezember 1996 bis November 2003, seine Erlöse aus dem Ölexport für die Beschaffung von Nahrungsmitteln und Medikamenten zu verwenden. Offiziell hat das Zweistromland 67 Milliarden US-Dollar eingenommen, wovon 46 Milliarden US-Dollar für humanitäre Zwecke eingesetzt wurden.

    Aus dem Bericht der unabhängigen Kommission des früheren US-Notenbankchefs Paul Volcker von 2005 geht hervor, dass das Saddam-Regime das Programm benutzt hat, um illegal von den Teilnehmern Geld zu erpressen.

    Wie es in Volckers Bericht hieß, hat der frühere irakische Staatschef Provisionen von 225,9 Millionen US-Dollar eingeheimst, davon ein Drittel über Vertrauensleute in den irakischen Botschaften in verschiedenen Ländern in bar. Noch vorteilhafter, so wurde in dem Bericht ferner festgestellt, war für das irakische Regime der Schwarzhandel mit Erdöl, der sich auf 10,99 Milliarden US-Dollar belief.

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