17:51 23 November 2017
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    Amerikanisch-Orthodoxe gedenken in Moskau der Opfer des Terrorismus

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    MOSKAU, 11. September (RIA Novosti). Eine Trauerfeier für die Opfer des globalen Terrorismus ist am Dienstag zum sechsten Jahrestag der Terroranschläge in den USA in der Kirche zur Großmärtyrerin Jekaterina - der Moskauer Vertretung der Amerikanisch-Orthodoxen Kirche - abgehalten worden.

    „Wir haben erstmals eine Trauermesse für die Opfer vom 11. September 2001 in New York, Washington und Pennsylvania zelebriert. Aber wir können sehen, dass ihnen in den sechs Folgejahren diejenigen gefolgt sind, die in London, Sharm al-Sheikh, Moskau, Beslan, Pakistan und in vielen anderen Orten den Tod fanden“, sagte der Vertreter der Amerikanisch-Orthodoxen Kirche, Archimandrit Sakhij.

    Der kirchliche Würdenträger äußerte die Hoffnung, dass die Gebete für die von Terroristen getöteten Menschen sowie für ihre Angehörigen, die um sie trauern, „die gemeinsamen Anstrengungen und die gegenseitige Verständigung festigen und helfen werden, den Schrecken des weltweiten Terrorismus Einhalt zu gebieten“.

    Während der Trauerfeier wurde eine Botschaft des russischen Außenministers Sergej Lawrow verlesen. Darin heißt es unter anderem, die Terroristen in Beslan hätten die letzte Grenze überschritten und Hunderten von Kindern an dem Tag, als diese zum ersten Mal die Schule betreten hatten, ihr Leben genommen.

    „Deshalb empfinden wir so aufrichtig, wie wohl kein anderer, Mitleid mit dem amerikanischen Volk und trauern zusammen mit ihm an diesem Tag“, heißt es in der Botschaft.

    Laut Lawrow hat der zwischenreligiöse Dialog „große Bedeutung im Kampf gegen den Terrorismus“. „Keine traditionelle Religion propagiert Extremismus und Brutalität. Diejenigen, die wegen Terroristen großes Leid ertragen mussten und die ihre Angehörigen verloren haben, suchen gerade in der Kirche Hilfe“, wird unterstrichen.

    Der US-Botschafter in Russland, William Burns, sagte bei der Trauerfeier, trotz Fortschritten beim Kampf gegen den Terror, der in den drei Jahren seit den Ereignissen in Beslan erzielt worden seien, seien die Bürger aller Länder und Kontinente nach wie vor bedroht.

    Der Chef des Unternehmens „Russische Eisenbahnen“, Wladimir Jakunin, erinnerte die Teilnehmer der Trauerfeier an das Zugunglück vom 13. August, als der Schnellzug Moskau-Sankt Petersburg durch die Explosion einer selbstgebauten Sprengladung entgleist war.

    Der Trauerfeier wohnten auch der stellvertretende Vorsitzende des Föderationsrates Alexander Torschin, die stellvertretende Staatsduma-Vorsitzende Ljubow Sliska, der Minister für Kultur und Massenkommunikation, Alexander Sokolow, der Sekretär der Vertretung des Heiligen Stuhls in Russland, Ante Jozic, und weitere Staatsmänner, Geistliche und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens bei.

    Die Trauerfeier endete mit dem Läuten der Gedenkglocke, die sechsmal schlug. Die Glocke ist zum Andenken an die schuldlosen Opfer der Terroristen auf dem Kirchengelände aufgestellt worden.

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