02:02 21 November 2017
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    Anschlag auf Buddha-Statue in Pakistan - Behörden verdächtigen Taliban

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    ISLAMABAD, 12. September (RIA Novosti). Islamistische Radikale haben versucht, eines der bekanntesten Denkmäler der buddhistischen Epoche in Pakistan - die in Fels gehauene Figur des sitzenden Buddha nahe der Stadt Mingora im Swat-Gebirge im Nordwesten des Landes - zu sprengen.

    Das teilte der Sprecher des Departements für Archäologie von Mingora, Aqleem Khan, Journalisten mit.

    Nach Angaben der Behörde hatte eine Gruppe maskierter Personen am Dienstag Sprengsätze in den Felsen mit der Buddha-Figur gelegt und sie zur Explosion gebracht. Doch die aus dem 7. Jahrhundert stammende Figur kam nicht zu Schaden, aber jedoch der Felsen.

    Nach Vermutung der örtlichen Behörden könnten die Extremisten versucht haben, die Aktion der Taliban im benachbarten Afghanistan nachzuahmen, wo im Jahr 2001 zwei Riesenstatuen von Buddha in der Provinz Bamian vernichtet worden waren.

    „Das war ein Versuch, das Gleiche zu vollführen wie die Taliban“, sagte der Sprecher.

    Die Buddha-Figur nahe der pakistanischen Stadt Mingora gehört wie die von den Taliban vernichteten Buddha-Statuen in Afghanistan auch zur Gandhara-Kultur aus dem Altertum in dieser Region. Diese einzigartige Kultur verband Elemente der buddhistisch geprägten orientalischen Kultur sowie Züge des Hellenismus in sich, den Alexander von Mazedonien in die einheimische Kunst hineingebracht hatte. Die Buddha-Figur unweit von Mingora ist eines der größten Bilder von Buddha der genannten Epoche, das bis in unsere Tage fast unversehrt erhalten geblieben ist.

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