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    Ukraine: Innenminister legt Beweise aus Deutschland für seine Vergiftung vor

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    KIEW, 26. September (RIA Novosti). Der ukrainische Innenminister und Kandidat der Sozialistischen Partei bei der Parlamentswahl, Wassili Zuschko, hat gesagt, dass der Grund für seine Erkrankung Ende Mai eine Vergiftung war.

    „Ich bekam die Medizin Theofilin verabreicht, die ab 20 Einheiten (20 Milligramm pro Milliliter) zum Gift wird“, sagte Zuschko bei einer Pressekonferenz am Mittwoch.

    Das zeigten die Ergebnisse seiner Blutanalyse, die in Bremen und Ramstein (Deutschland) durchgeführt worden seien, sagte er.

    Ende Mai wurde Zuschko mit einem Herzinfarkt ins Krankenhaus eingewiesen, später wurde er nach Deutschland überführt. Die Version, dass er vergiftet wurde, erschien fast gleichzeitig.

    In den Dokumenten der deutschen Kliniken heißt es, dass die Blutserumproben, die bei Zuschko in der Ukraine entnommen und nach Deutschland versandt wurden, circa 493 Theofilin-Einheiten enthielten. Die Kliniken haben auch bestätigt, dass das Blut, das untersucht wurde, mit Zuschkos Blut übereinstimmt.

    Wie der Chefherzchirurg des ukrainischen Ministeriums für Gesundheitswesen Ilja Jemez mitteilte, kann Theofilin auf drei Wegen - peroral, intravenös und intramuskulär - in den Organismus gelangen. Dass die Substanz nach der Blutabnahme nachträglich in den Ampullen gelangen konnte, bestätigte er nicht, wies es aber nicht zurück.

    Zuschko sieht zwei Motive für seine Vergiftung: Der Anti-Korruptionskampf des Innenministeriums und seine Handlungen als Minister beim Konflikt um die Generalstaatsanwaltschaft im Mai. Damals kam es während der politischen Krise in der Ukraine zu einer Konfrontation, als der Generalstaatsanwalt Swjatoslaw Piskun entlassen wurde und Zuschko sich auf seine Seite schlug.

    Er betrat unter Begleitung der Polizeisondereinheit Berkut die Generalstaatsanwaltschaft, als der staatliche Wachdienst aus dem Gebäude ausgewiesen worden war. Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko bezeichnete diese Handlungen als verbrecherisch.

    „Ich muss jemanden sehr gestört haben“, sagte Zuschko in der Pressekonferenz.

    Er sagte, dass der Leiter des Sicherheitsdienstes Valentin Naliwaitschenko ihn nach der Vergiftung besuchen wollte - angeblich, um sich von seinem schlechten Zustand zu überzeugen. Der Innenminister betonte, dass der Sicherheitsrat in der Ukraine „eine Verwaltungsstruktur des Präsidentensekretariats“ sei, bemerkte aber, dass er Naliwaitschenko nicht wegen der Vergiftung verdächtige.

    Der Innenminister will in den kommenden Tagen einen Antrag bei der Generalstaatsanwaltschaft stellen, damit sie den Fall mit seiner möglichen Vergiftung untersucht.

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