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    Diana-Prozess: Mohammed al-Fayed mit ersten Anhörungen unzufrieden

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    LONDON, den 03. Oktober (RIA Novosti). Mohammed al-Fayed, Milliardär ägyptischer Herkunft und Vater des vor zehn Jahren gemeinsam mit Lady Diana tödlich verunglückten Dodi, ist nicht zufrieden, wie der erste Tag im Verfahren wegen des Todes der beiden Unfallopfer verlaufen ist.

    Ton und Inhalt der Ausführungen des Richters hätten den Unternehmer befremdet, sagte Fayeds Sprecher vor der Presse. Die Rechtsanwälte des Klägers hatten vermutet, dass kurz und knapp die unstrittigen Fakten des Unfalls dargelegt werden, während der Richter ein "sehr fragwürdiges Material" vorgetragen habe. Was an dem Material dubios ist, hat Fayeds Seite allerdings nicht erläutert.

    Vor dem High Court in London haben am Dienstag die Anhörungen im Todesfall der Prinzessin Diana und Dodi al-Fayeds unter Vorsitz von Richter Scott Baker begonnen. Baker ist bereits der dritte Richter seit 2004, der den Verkehrsunfall verhandelt.

    Am ersten Verhandlungstag hat Baker per Losentscheid die elf Geschworenen, fünf Männer und sechs Frauen, bestimmt. Dem Gericht liegen Dutzende von Aufnahmen des Unfallautos vor, die Journalisten unmittelbar am Ort der Katastrophe geschossen haben.

    Wie der Richter ausführte, zeugen die Ermittlungsergebnisse der französischen Behörden davon, dass der Mercedes mit Lady Diana und Dodi al-Fayed leicht mit einem anderen Personenwagen, vermutlich einem weißen Fiat Uno, zusammengestoßen ist. Von dem Kleinwagen war schon in diversen Meldungen über Berichte von Augenzeugen die Rede.

    Zu den Geschworenen gewandt, sagte der Richter: "Sie müssen entscheiden, ob der Zusammenstoß möglicherweise von vornherein geplant worden ist." Er rief sie in diesem Zusammenhang zu einer gründlichen und unvoreingenommenen Beurteilung aller Sachbeweise und Zeugenaussagen auf.

    Der 2004 aufgenommene Prozess war für die Zeit der Ermittlungen über die Umstände des tödlichen Verkehrsunfalls in Paris unterbrochen worden. Nach ihrem Abschluss ist er wieder aufgenommen worden, um die Todesursachen von Lady Diana, Dodi al-Fayed und ihres Fahrers Henri Paul definitiv gerichtlich zu klären.

    In den nächsten Tagen fahren die elf Geschworenen nach Paris, wo das Gericht zu einem Ortstermin zusammentritt, um die französischen Zeugen zu vernehmen.

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