08:38 21 August 2017
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    Vulkanausbruch vor jemenitischer Küste: Soldat wartete 21 Stunden im Meer auf Rettung

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    ABU DHABI, 03. Oktober (RIA Novosti). Über 21 Stunden musste der jemenitische Soldat Ali Sari, der sich vor dem verheerenden Vulkanausbruch auf der jemenitischen Insel Dschabal al-Tair im Roten Meer auf hoher See in Sicherheit gebracht hatte, ausharren, bis ihn ein kanadisches Kriegsschiff gerettet hat.

    Das meldete die jemenitische Nachrichtenagentur SABA.

    Nach den ersten Vulkaneruptionen haben sich nach den Berichten des Geretteten die 70 Soldaten der Armeegarnison auf der Insel ins Meer gestürzt. Etwas später seien die meisten jedoch auf die Insel zurückgekehrt. Neun Mann hätten aus Furcht vor der Lava ihr Heil in der Flucht auf hohe See gesucht. Versuche, sich bei vorüberfahrenden Schiffen bemerkbar zu machen, wären allerdings ergebnislos geblieben.

    Später hat Ali Sari seine Schicksalsgefährten aus den Augen verloren. Was aus ihnen geworden ist, ist der Nachrichtenagentur nicht bekannt.

    In der Agenturmeldung gibt es keine Hinweise darauf, wie sich der Soldat solange über Wasser halten konnte.

    Der kanadische Marinesprecher Ken Allan hatte zuvor mitgeteilt, dass der Vulkanausbruch 8 Menschenleben gekostet hat. Mehr als zehn Soldaten gelten offiziell als vermisst.

    Die Besatzung der Garnison auf der ansonsten unbewohnten Insel 115 Kilometer vor der jemenitischen Küste ist bei Vulkanausbruch evakuiert worden.

    Die Tragödie hat sich am Sonntag um 19.00 Ortszeit ereignet. Vermutlich ist der Vulkanausbruch durch einen gewaltigen Erdrutsch an dem Westhang ausgelöst worden, der sich in den Morgenstunden ereignet hat.

    In den vergangenen zwei Wochen sind im Gebiet der jemenitischen Insel aber auch schwache Erdstöße mit einer Stärke von 2 bis 3,6 auf der Richterskala registriert worden. Wissenschaftler vermuten, dass auch sie die Ursache für den Vulkanausbruch sein können.

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