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    Fall Litwinenko: Lugowoi beschuldigt britischen Geheimdienst der Verdunkelung

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    MOSKAU, 01. November (RIA Novosti). Der britische Auslandsgeheimdienst MI6 lässt nichts unversucht, um die Ermittlungen im Mordfall Alexander Litwinenko auf die falsche Spur zu führen.

    Mit dieser Erklärung kommentierte der russische Geschäftsmann Andrej Lugowoi am Donnerstag auf einer Pressekonferenz bei RIA Novosti eine Veröffentlichung der britischen Zeitung "The Daily Mail".

    „Die Publikationen, die in der letzten Zeit in der 'Daily Mail' zu lesen waren, belegen das, wovon auch ich immer gesprochen habe. Die britische Aufklärung hat eine eigene Rolle gespielt. Der MI6 ist bei dem Skandal immer gut getarnt zugegen. Er tat und tut alles, um die Untersuchung des Todes von Litwinenko in die falsche Richtung zu lenken“, sagte Lugowoi.

    Das britische Blatt hatte unter Berufung auf kompetente Quellen in Geheimdienst- und diplomatischen Kreisen berichtet, dass Litwinenko für den MI6 gearbeitet und dafür monatlich 2 000 Pfund Sterling kassiert hat.

    Außerdem war die Information durchgesickert, dass der Ex-FSB-Offizier von John Scarlett, dem heutigen Chef des MI6, angeworben wurde. Auf dessen Initiative sei Litwinenko samt Familie nach Großbritannien übergesiedelt und habe dann politisches Asyl beantragt.

    Lugowoi machte auf der Pressekonferenz keinen Hehl aus seiner Überzeugung, dass nur der geflüchtete Oligarch Boris Beresowski und der britische Geheimdienst aus dem Mord Kapital schlagen konnten. „Die Ermordung lag im Interesse der Feinde Russlands: Beresowski, Sakajew, Goldfarb und Konsorten. Mir scheint, außerdem war einem gewissen hochgestellten britischen Establishment und Geheimdiensten, die in den letzten 15 Jahren alles getan haben, um Russland zu erniedrigen und in der Weltarena zu diskreditieren, daran gelegen“, sagte er.

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