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    Russischer Zeuge schließt Unfall bei Gifttod von Litwinenko nicht aus

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    Der Fall Litwinenko (147)
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    Der Tod des ehemaligen FSB-Offiziers Alexander Litwinenko könnte dem russischen Unternehmer Dmitri Kowtun zufolge ein Unfall gewesen sein.

    MOSKAU, 01. November (RIA Novosti). Der Tod des ehemaligen FSB-Offiziers Alexander Litwinenko könnte dem russischen Unternehmer Dmitri Kowtun zufolge ein Unfall gewesen sein.

    „Es ist möglich, dass das (der Tod) ein Unglücksfall war und der britische Geheimdienst MI6 in eine dumme Situation geraten ist“, äußerte Kowtun am Donnerstag bei einer Pressekonferenz von RIA Novosti.

    Der russische Unternehmer und Geschäftspartner von Kowtun, Andrej Lugowoi,

    betonte, dass Litwinenko durch eigene Unvorsichtigkeit ums Leben gekommen sein könnte.

    „Das ist eine ernsthafte Version, die geprüft werden muss. Wenn Litwinenko selbst mit Polonium gespielt hat und unvorsichtig damit umging, wie soll dann sein Chef (im Geheimdienst) erklären, was mit ihm (Litwinenko) geschehen ist?“

    Im Jahr 2000 flüchtete Alexander Litwinenko nach Großbritannien. Der ehemalige Mitarbeiter des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB war im November 2006 in einer Londoner Universitätsklinik gestorben. Bei der Obduktion seines Leichnams war eine große Menge des radioaktiven Substanz Polonium-210 gefunden worden. Dennoch gibt es bislang kein offizielles Gutachten der britischen Behörden über die Todesursache.

    Die Untersuchung des Todes von Litwinenko, der als Mordfall qualifiziert worden ist, hatte die Antiterror-Einheit von Scotland Yard mehr als zwei Monate geführt. London verdächtigt Lugowoi des Mordes an Litwinenko, während Kowtun nur als Zeuge benannt worden ist. Großbritannien fordert die Auslieferung von Lugowoi.

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