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    Israels Sicherheitsminister sagt Großbritannien-Besuch aus Angst vor Festnahme ab

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    TEL AVIV, 06. Dezember (RIA Novosti). Aus Angst vor einer Festnahme hat Israels Minister für Innere Sicherheit, Avi Dichter, seinen Großbritannien-Besuch gestrichen.

    Wie die israelische Zeitung "Haaretz" am Donnerstag schreibt, droht ihm dort eine Klage wegen Massenmord an palästinensischen Zivilisten.

    Nach Rücksprache mit dem israelischen Außenministerium sei Dichter zu dem Schluss gekommen, gegen ihn könne "höchstwahrscheinlich" eine Klage wegen eines Bombenangriffs auf den Gazastreifen im Juli 2002 eingereicht werden. Dabei wurden mehr als 165 Menschen getötet bzw. verletzt.

    Dichters Schuld besteht nach Ansicht von Bürgerrechtlern, die in anderen Ländern bereits Untersuchungen gegen ihn eingeleitet haben, darin, dass er als Chef des Inlandsgeheimdienstes (SHABAK) den Beschluss über den Bombenangriff auf ein Wohnviertel mitgefasst hat. Der Geheimdienst habe auch die Spionagedaten für die Operation geliefert, deren Ziel einer der Hamas-Führer war.

    In Großbritannien war eine Vorlesung Dichters zu den Perspektiven des palästinensisch-israelischen Friedensprozesses geplant, der beim Nahost-Treffen in den USA wiederbelebt wurde.

    Da es sich um einen Privatbesuch handelte, konnte der Minister nicht mit einer Immunität rechnen, mahnten Experten des israelischen Außenministeriums.

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