15:35 16 August 2017
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    Russische Ford-Arbeiter stehen Mahnwache vor dem Autowerk bei Sankt Petersburg

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    SANKT PETERSBURG, 11. Dezember (RIA Novosti). Die seit drei Wochen streikenden Arbeiter des Ford-Werkes bei Sankt Petersburg haben am Dienstag ihre Mahnwache wieder aufgenommen, die am Vortag von den örtlichen Behörden verboten worden war.

    Das teilte der Gewerkschaftsvorsitzende von „Ford Motor Company“, Alexej Etmanow, RIA Novosti mit.

    „Wir hatten diese Aktion vereinbart. Heute haben sich rund 300 Menschen mit Plakatlosungen vor dem Werk versammelt“, sagte der Gewerkschafter.

    Die Arbeiter bestehen auf der Erhöhung des Basislohnes ab März 2008 von 19 000 Rubel (etwa 530 Euro) auf 28 000 Rubel.

    Das Angebot der Betriebsleitung, die Löhne der Inflationsrate voll anzupassen, war von der Gewerkschaft abgelehnt worden.

    Die Belegschaft des russischen Ford-Werkes hatte Anfang Herbst von der Leitung des Unternehmens eine Lohnerhöhung gefordert. Nach den gescheiterten Verhandlungen vom 7. November organisierte die Gewerkschaft einen Warnstreik. Am 20. November wurde das Fließband stillgelegt.

    Ungeachtet des Streiks hat die Betriebsleitung am 28. November eine Schicht und am 10. Dezember eine zweite Schicht von den normalerweise drei Schichten wieder aufgenommen.

    An dem Dauerstreik sind zurzeit rund 750 der insgesamt 2000 Betriebsangehörigen beteiligt, sagte Etmanow.

    Ihm zufolge hat das Werk in den zurückliegenden 24 Stunden im Zweischichtsystem insgesamt 73 Kraftfahrzeuge hergestellt. Normalerweise produziert das Unternehmen rund 100 Fahrzeuge in einer Schicht und etwa 300 Fahrzeuge pro Tag.

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