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    Botschafterin Estlands in Russland zur "Person des Jahres" gekürt

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    TALLINN, 02. Januar (RIA Novosti). Die Botschafterin Estlands in Russland, Marina Kaljurand, ist von der einflussreichen estnischen Zeitung Postimees zur "Person des Jahres 2007" gekürt worden.

    "Dank Aktivitäten von Frau Kaljurand nach der Demontage eines sowjetischen Kriegerdenkmals in Tallinn konnte Estland den Sieg im diplomatischen Krieg (gegen Russland) verbuchen", begründete die Zeitung ihre Entscheidung. Zu Beginn der Demontage des als "Bronzener Soldat" bekannten Denkmals im Stadtzentrum von Tallinn und der Umbettung der sterblichen Überreste sowjetischer Soldaten kam es in der Hauptstadt und einigen anderen Ortschaften Estlands zu Massenunruhen. Es gab einen Toten und dutzende Verletzte. Die estnische Polizei nahm mehr als 1200 Menschen fest.

    "Während der Krawalle befand sich Kaljurand in Moskau, im Grunde genommen blockiert im Gebäude der Botschaft, und musste Attacken von Vertretern russischer Jugendorganisationen abwehren... Sie hätte das Gebäude verlassen können, blieb aber an ihrem Arbeitsplatz, gab Pressekonferenzen und Interviews zur Erläuterung der Position Estlands", schrieb das Blatt.

    Der Titel "Person des Jahres" wird von der Zeitung bereits zum elften Mal vergeben. Mit dem Titel werden angesehene Persönlichkeiten geehrt, deren Tätigkeit im scheidenden Jahr besonders große Früchte getragen und sich positiv auf die Lage in der Gesellschaft ausgewirkt hat. Marina Kaljurand ist die erste Frau, der dieser Titel zuteil wurde.

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