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    Mehr als 200 Verbrecher 2007 im Iran hingerichtet

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    TEHERAN, 02. Januar (RIA Novosti). Im Iran sind im vergangenen Jahr mindestens 215 Menschen hingerichtet worden.

    Nach Berichten iranischer Medien wurden allein am Mittwoch 13 Menschen erhängt. "Acht der Schwerverbrecher, darunter eine Frau, wurden im zentralen Gefängnis von Teheran hingerichtet. Am selben Tag wurden drei Drogenhändler in der Stadt Kum öffentlich gehängt worden. Noch zwei starben in einem Gefängnis der Stadt Zahedan am Galgen", hieß es.

    Der Iran nimmt der Zahl der Hinrichtungen nach den zweiten Platz nach China ein. Im vergangenen Jahr wurden die Todesurteile auch gegen sieben Minderjährige vollstreckt, was nach Ansicht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International einen groben Verstoß gegen die internationale Kinderrechtskonvention ist. Amnesty International schätzt die Zahl der Hinrichtungen 2007 auf etwas mehr als 200.

    Die Zahl der öffentlichen Hinrichtungen im Iran nimmt seit Juli vergangenen Jahres deutlich zu, nachdem der Staat seinen Kampf gegen die Mörder, Vergewaltiger und Drogenhändler drastisch aktiviert hat. Todeskandidaten werden dabei üblicherweise mit dem Strang um den Hals von einem Kran hochgezogen, damit sie für Schaulustige besser sichtbar sind. Die Hinrichtung ist dadurch qualvoller, da der Tod langsamer eintritt. Nach Angaben von Amnesty International wurden im Iran 2006 insgesamt 177 Todesurteile vollstreckt.