06:17 25 September 2017
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    Verlegung von inhaftiertem Ex-Yukos-Vizechef Alexanjan in öffentliche Klinik möglich

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    MOSKAU, 06. Februar (RIA Novosti). Eine Überweisung des ehemaligen Vizepräsidenten des bankrott gegangenen Ölkonzerns Yukos, Wassili Alexanjan, in ein öffentliches Krankenhaus wäre möglich, wenn der Arzt der Klinik in der Untersuchungshaftanstalt das für notwendig hält.

    Dies teilte der Staatsanwalt Nikolai Wlassow am Mittwoch mit.

    Der Prozess gegen Alexanjan war am Mittwoch nach einem Gerichtsbeschluss ausgesetzt worden. Laut medizinischem Befund leidet der Angeklagte an Aids und Krebs.

    Zugleich beschloss das Gericht in Moskau, dass sich Alexanjan in Haft einer Behandlung unterziehen muss. Damit wurde das Gesuch der Verteidigung, Alexanjan für die Zeit der medizinischen Behandlung aus der Haft zu entlassen, abgelehnt.

    Sollte Alexanjan in eine öffentliche Klinik überwiesen werden, werde er dort weiterhin bewacht, fügte der Staatsanwalt hinzu. Darauf angesprochen, warum das Gericht nicht gleich Alexanjans Einweisung in ein Krankenhaus außerhalb der Haftanstalt beschlossen hatte, erwiderte Wlassow: "Dies gehört zum Zuständigkeitsbereich der Medizin und nicht der Justiz. Insofern ist das Gericht nicht bemächtigt, einen solchen Beschluss zu treffen."