20:21 26 September 2017
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    CIA-Chef gesteht erstmals Folter bei Verhören ein

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    Der Direktor des amerikanischen Geheimdienstes CIA, Michael Hayden, hat erstmals zugegeben, dass CIA-Mitarbeiter bei Verhören die Methode des simulierten Ertränkens angewandt hatten, berichtet BBC am Mittwoch.

    MOSKAU, 06. Februar (RIA Novosti). Der Direktor des amerikanischen Geheimdienstes CIA, Michael Hayden, hat erstmals zugegeben, dass CIA-Mitarbeiter bei Verhören die Methode des simulierten Ertränkens angewandt hatten, berichtet BBC am Mittwoch.

    Die umstrittene Methode sei vor mehr als fünf Jahren gegen drei Anhänger des Terror-Netzwerkes Al Qaida angewandt worden, sagte Hayden vor dem Aufklärungsauschuss des US-Senats. Einer von ihnen, Khalid Sheikh Mohammed, wurde der Organisation der Terroranschläge vom 11. September 2001 schuldig gesprochen.

    Die CIA sei gezwungen gewesen, diese Verhörtechnik anzuwenden, sagte Hayden. Man habe weitere Großanschläge gegen die USA befürchtet und nur wenig von Al Qaida gewusst. Seitdem hätten sich diese beiden Umstände geändert, sagte Hayden.

    Im Kongress wurden Vorschläge unterbreitet, der CIA das "simulierte Ertränken", das von Menschenrechtlern als Folter kritisiert wird, zu verbieten. Doch Präsident George W. Bush kündigte sein Veto gegen das Verbot an.

    US-Geheimdienstkoordinator Michael McConnell warnte unterdessen im Senat vor der Gefahr, dass die Al-Qaida-Kämpfer, die im Irak operieren, ihre Tätigkeit in andere Staaten verlegen können. Laut McConnell verließen bereits rund 100 Terroristen den Irak, um Al-Qaida-Zellen im Ausland zu bilden. Außerdem hätten hunderte Al-Qaida-Kämpfer, die seinerzeit auf der Seite der Taliban in Afghanistan gekämpft hatten, in Pakistan Zuflucht gefunden. In ihren Lagern in Pakistan würden Feldkommandeure ausgebildet, die Terror-Einsätze weltweit befehligen könnten.

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