18:42 20 Oktober 2018
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    Digitalisierung im Medienbereich - wachsende Konkurrenz von Redaktionen und Nutzer - IFRA-Chef

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    MOSKAU, 26. Februar (RIA Novosti). Die Grenzen zwischen Information und Werbung werden in den Medien immer mehr zerstört. Das User-Content wird mit redaktionellen Produkten zunehmend konkurrieren.

    Das wird in einem Bericht des Generaldirektors der Internationalen Vereinigung für Herausgeber- und Medientechnologien (IFRA), Reiner Mittelbach, über die Zukunft der Medientechnologien im Verlagsbusiness bis zum Jahr 2023 festgestellt, der am 21. Februar im Pressezentrum der Informationsagentur RIA Novosti vorgestellt wurde.

    Laut dem IFRA-Chef werden die Printmedien zwar neben den digitalen Medien immer noch eine wichtige Rolle spielen, doch wird bereits jetzt offensichtlich, dass die Rolle der Gratis-Printprodukte immer größer wird. In Zukunft würden die Gratis-Zeitungen 30 bis 40 Prozent der gesamten Printmedienlandschaft einnehmen, prognostizierte Mittelbach.

    Unter solchen Bedingungen müssten die Printmedien Beispiele von erstklassiger Journalistik liefern. Die Zeitungen müssten immer mehr analytische Beiträge anbieten, gerade das sei für die Leserschaft besonders interessant, betonte er.

    Die Dezentralisierung der Presse werde fortgesetzt, womit man den örtlichen Abnehmern mehr entgegen kommen würde. Dies wäre auch umweltfreundlicher.

    Im Rahmen der Präsentation informierten Natalja Lossewa, erste stellvertretende Leiterin der vereinigten News-Redaktion von RIA Novosti, und Valeri Lewtschenko, Vizegeneraldirektor der Nachrichtenagentur, die Anwesenden über die Erfahrungen der Agentur auf dem Gebiet der konvergenten Journalistik.

    Bei einem Rundgang durch den neuen Newsroom von RIA Novosti zeigte sich Reiner Mittelbach von dessen Design und Ausstattung sehr beeindruckt. Nach seiner Ansicht biete der neue Raum optimale Möglichkeiten für die Konvergenz im Medienbereich.

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