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    KGB-Veteranen gratulieren deutschem Top-Agenten zum Geburtstag

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    Heinz Felfe, einer der wertvollsten Sowjet-Agenten in Westdeutschland, wird am heutigen Dienstag 90 Jahre alt.

    MOSKAU, 18. März (RIA Novosti). Heinz Felfe, einer der wertvollsten Sowjet-Agenten in Westdeutschland, wird am heutigen Dienstag 90 Jahre alt.

    "Von Felfe hat der sowjetische Aufklärungsdienst außerordentlich viele überaus wichtige Dokumente bekommen, die der BND für Kanzler Konrad Adenauer zu Fragen der Bundeswehr-Umrüstung, zur Außenpolitik der Bundesrepublik und zur Nato-Mitgliedschaft der BRD vorbereitet hat", stellte Sergej Iwanow, Pressesprecher des russischen Aufklärungsdienstes, in einem RIA-Novosti-Gespräch fest.

    Wie er hinzufügte, haben Mitglieder der Regionalen Gesellschaftsorganisation der Aufklärungsveteranen zu Felfes Jubiläum eine Erklärung veröffentlicht. Darin heißt es: "Mit Recht gehört Felfe zur ruhmreichen Kohorte der Helfer des sowjetischen Aufklärungsdienstes, die während des Kriegs und der Konfrontation nach dem Krieg überaus wertvolle politische, militärische, wissenschaftlich-technische und operative Informationen gewonnen haben. Sie hielten es für ihre Pflicht, unserem Land zu helfen und dessen Positionen zu festigen. Sie alle empfanden eine aufrichtige Sympathie für die Sowjetunion und waren bestrebt, unser Land beim Aufbau einer wahrhaft gerechten Gesellschaft zu unterstützen."

    Heinz Felfe wurde am 18. März 1918 in Dresden in der Familie eines Polizisten geboren. Vom September 1939 an nahm er an den Kampfhandlungen des Zweiten Weltkrieg teil. Nach einer schweren Krankheit wurde er aus der Armee entlassen. Er studierte an der juristischen Fakultät der Berliner Universität und bekam im August 1943 eine Stelle in der Behörde für Auslandsspionage des Dritten Reichs. Wenig später leitete er die für die Schweiz zuständige Abteilung der Behörde. Nach dem Kriegsende wurde er im Mai 1945 von den Briten gefangen genommen, im Oktober 1946 aber wieder freigelassen.

    Danach studierte Felfe Staats- und Rechtswesen an der Universität Bonn und arbeitete ab 1951 freiwillig für den sowjetischen Aufklärungsdienst.

    1961 wurde er verhaftet und 1963 zu 14 Jahren Freiheitsentzug verurteilt. "1969 wurde er gegen 21 westliche Spionageagenten ausgetauscht", stellte Iwanow fest.

    Für seinen herausragenden Beitrag zur Festigung der Sicherheit der Sowjetunion wurde Felfe mit mehreren sowjetischen Orden sowie mit einem Ehrenabzeichen des KGB ausgezeichnet.

    Heinz Felfe lebt in Deutschland.

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