23:10 17 Januar 2018
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    Kuba erlaubt erstmals Verkauf von Computern

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    MOSKAU, 03. Mai (RIA Novosti). Kubas Präsident Raul Castro hat das Verkaufsverbot für Computer aufgehoben.

    Das berichtet die britische Rundfunkgesellschaft BBC.

    Im Inselstaat waren im Februar politische Wandlungen eingetreten: Der 81-jährige Fidel Castro, der seit 1959 ununterbrochen an der Machtspitze gestanden hatte, trat zurück und übergab sie seinem 76-jährigen Bruder Raul Castro.

    Mit dem Führungswechsel verknüpfen viele Beobachter große Hoffnungen auf die Lockerung von Einschränkungen im Alltagsleben der Kubaner.

    Im Handelszentrum Carlos III. in Havanna versammelten sich vor Verkaufsbeginn viele Menschen. Die meisten von ihnen sind aus reiner Neugier gekommen. Denn ein Computer kostet rund 800 US-Dollar und ist somit ein unerschwingliches Luxusgut für die meisten Kubaner. Der Durchschnittslohn liegt bei 20 US-Dollar im Monat.

    Vorher waren Mobiltelefone und DVD-Player in den freien Verkauf gekommen, die schnell vergriffen waren.

    Trotz der Verkaufserlaubnis für Computer ist der Internetzugang für die Kubaner dennoch weiter eingeschränkt. Nach wie vor bleibt das World Wide Web den Menschen auf dem Arbeitsplatz, in der Schule und Universität verschlossen. Die Inselbewohner dürfen nach einer Reihe von Lockerungen seit kurzem auch Fernsehgeräte mit 19- und 24-Zoll-Bildschirmen sowie elektrische Schnellkochtöpfe, Fahrräder, Alarmanlagen für Autos und Mikrowellenöfen kaufen.