05:14 16 Juli 2018
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    Österreich: DNA-Analyse über Identität der Zarenkinder kurz vor Abschluss

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    JEKATERINBURG, 20. Mai (RIA Novosti). Nach einer positiven Identifizierung in den USA werden die mutmaßlichen Gebeine zweier Kinder des letzten russischen Zaren Nikolaus II. nun in Österreich einer Expertise unterzogen, die sich bereits ihrem Ende nähert.

    Das teilte Nikolai Newolin, Chef des Büros für Gerichtsmedizin des russischen Ural-Gebietes Swerdlowsk, am Dienstag mit. Nach seinen Worten wollen auch die russischen Gerichtsmediziner bis Juni sämtliche Untersuchungen zum Abschluss bringen und die Ergebnisse publik machen.

    Im Juli solle eine Sonderkommission gebildet werden, um die Ergebnisse aller Identifizierungsverfahren zu vergleichen. Falls Unstimmigkeiten entdeckt würden, könnten zusätzliche Expertisen angesetzt werden.

    Die Gebeine waren am 29. Juli 2007 bei Ausgrabungen nahe der Ural-Stadt Jekaterinburg entdeckt worden. Vorige Woche teilte Gebietsgouverneur Eduard Rossel mit, dass eine Analyse in den USA bestätigt habe, dass die Überreste von Zarensohn Alexej II. und der Großfürstin Maria Nikolajewna - Kinder des letzten russischen Zaren, Nikolaus II. - stammen. Dennoch führen russische und ausländische Wissenschaftler weitere Analysen durch.

    Die Zarenfamilie Romanow wurde von den Bolschewiki in der Nacht zum 17. Juli 1918 in Jekaterinburg (Ural) erschossen. Erste Meldungen über Leichenfunde, die Merkmale eines gewaltsamen Todes aufwiesen, tauchten 1991 auf. Nach drei Gen-Untersuchungen (1993 in Großbritannien, 1995 in den USA und 1997 in Russland) kam eine zuständige Kommission zu dem Schluss, dass es sich bei den gefundenen Gebeinen tatsächlich um die Überreste der neun Mitglieder der Zarenfamilie handelt. Die Gebeine wurden in der Peter-und-Pauls-Kathedrale in Sankt Petersburg beigesetzt.

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