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    Afghanistan: Einwohner Kabuls wünschen sich den Kommunismus zurück - Umfrage

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    KABUL, 20. Mai (RIA Novosti). Fast alle Einwohner (93,2 Prozent) der afghanischen Provinz Kabul wünschen sich das kommunistische Regime von Mohammed Nadschibullah zurück. Dagegen sprachen sich nur 1,2 Prozent aus und 5,6 Prozent enthielten sich einer Meinung.

    Nadschibullah wurde 1992, als Russland seine Unterstützung für die Republik Afghanistan einstellte, von den Mudschahedin gestürzt und vier Jahre später von der Taliban ermordet.

    Das geht aus einer Telefonumfrage hervor, die die Zeitschrift „Abaadi Weekly“ am Dienstag veröffentlichte und die im Auftrag des regionalen Radiosenders „Vatandar“ (Landsmann) im Laufe einer Woche durchgeführt wurde.

    Für Sibghatullah Mojaddedi, den ersten Präsidenten des Islamischen Staates Afghanistan nach dem Sturz des kommunistischen Regimes und Führer der Nationalen Befreiungsfront Afghanistans, stimmten 37,6 Prozent der Befragten. Dagegen waren 1,5 Prozent und 60,9 Prozent enthielten sich einer Meinung.

    Etwa die Hälfte (51,6 Prozent) der Interviewten sprachen sich für das Regime von Burhanuddin Rabbani aus, der nach dem Rücktritt Mojaddedis 1992 den Vorsitz in der von den Mudschaheddin geführten Übergangsregierung übernahm. Dagegen waren 1,4 Prozent und 47 Prozent enthielten sich ihrer Stimme.

    Für seinen Nachfolger, den islamischen Fundamentalisten Mullah Mohammed Omar, stimmten 18,4 Prozent, dagegen 1,7 Prozent und 79,9 Prozent waren diesbezüglich unentschlossen.

    45,5 Prozent sind mit dem amtierenden afghanischen Staatschef Hamid Karzai zufrieden, 52 Prozent sind gegen ihn und zwei Prozent waren diesbezüglich unentschlossen.

    An der Umfrage nahmen 10 000 Menschen teil.

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