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    Nach Erdbeben in China: Armee rettet 300 Tibeter

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    MOSKAU‚ 20. Mai (RIA Novosti). Sondereinheiten der chinesischen Armee haben 312 Einwohner eines tibetischen Dorfes in der Provinz Sichuan gerettet, das nach einem schweren Erdbeben durch Steinlawinen von der übrigen Welt abgeschnitten war, berichtet die Agentur Xinhua.

    80 Sondereinsatzsoldaten aus einer Panzergrenadierbrigade des Militärbezirkes von Jinan (Ostchina) haben eine Rettungsoperation für die Einwohner des Hochgebirgsdorfes im Tibetischen autonomen Landkreis Pingwu durchgeführt.

    Ein Erdbeben der Stärke acht hatte am 12. Mai die Provinz Sichuan erschüttert und Bergrutsche und Steinlawinen auf den Hochgebirgsstraßen in den tibetischen autonomen Landkreisen ausgelöst. Viele tibetische Dörfer waren vom Flachland völlig abgetrennt und konnten nicht mehr mit Medikamenten und Lebensmitteln versorgt werden. Im Hochgebirgsgebiet der Provinz Sichuan ist der Fernsprech- und Mobilfunkverkehr gestört. Den meisten Erdbebengeschädigten kann keine medizinische Hilfe erwiesen werden.

    Laut Xinhua hatten die Soldaten wegen schlechter Wetterbedingungen keine Hubschrauber für die Rettungsoperation im Hochgebirge einsetzen können und mussten daher einen schwierigen 120 Kilometer langen Fußmarsch in einer Höhe von mehr als 4000 Metern bewältigen. Sie brachten je 40 Kilogramm Medikamente und Lebensmittel mit. Bei der Evakuierung der Bewohner des blockierten Dorfes ins Talgebiet trugen die Militärs Schwerverletzte, ältere Menschen und kleine Kinder auf den Händen.

    Nach neuesten Angaben hat die Naturkatastrophe mehr als 34 Menschenleben gefordert. Allein in der Provinz Sichuan wurden mehr als 33 000 Menschen getötet. Über 5000 sind immer noch unter Trümmern begraben.

    Es wird vermutet, dass die Gesamtzahl der Erdbebenopfer 70 000 betragen kann. Insgesamt rund 210 000 Menschen gelten derzeit als vermisst.

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