10:18 11 Dezember 2017
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    US-Gericht entscheidet erstmals zu Gunsten eines Guantanamo-Häftlings

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    WASHINGTON, 24. Juni (RIA Novosti). Das Berufungsgericht von Washington hat befunden, dass der Guantanamo-Häftling und Moslem chinesischer Herkunft Huzaifa Parhat fälschlich für einen "Soldaten der Armee des Gegners" gehalten wurde.

    Er müsse entweder freigelassen oder verlegt werden. Sein Fall könne auch von einem Gerichtshof geprüft werden. Das geht aus einem Gerichtsurteil hervor, das das Pentagon erhielt.

    Parhat befindet sich bereits seit rund sechs Jahren in Guantanamo und wird beschuldigt, im September 2001 in einem Terroristenlager in Afghanistan trainiert worden zu sein.

    Das Washingtoner Berufungsgericht fällte seinen Beschluss, nachdem vor zwölf Tagen das Oberste Gericht der USA befunden hatte, dass die Guantanamo-Häftlinge das Recht haben, ihre Interessen vor gewöhnlichen Landesgerichten zu verteidigen und nicht nur während des Prozesses des Gerichtstribunals in Guantanamo.

    Gegenwärtig versuchen rund 180 Guantanamo-Häftlinge vor einem Berufungsgericht ihre Haftstrafe in diesem Gefängnis anzufechten und beschuldigen die amerikanische Regierung, absichtlich den Zugang zu Beweisen für ihre Unschuld zu blockieren, von deren Existenz die Gefangenen mitunter nichts wissen.

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