20:37 17 Dezember 2017
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    Historische Expertise bestätigt Identität der Gebeine von Zarenkindern

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    MOSKAU, 24. Juni (RIA Novosti). Nach einer positiven Identifizierung in den USA hat nun auch eine historische Expertise in Russland bestätigt, dass es sich bei den Gebeinen, die vor rund einem Jahr im Ural gefunden worden waren, tatsächlich um die Überreste zweier Kinder des letzten russischen Zaren Nikolaus II. handelt.

    Das teilte Wladimir Markin, Sprecher des Ermittlungskomitees der russischen Staatsanwaltschaft, am Dienstag in Moskau mit. Nach seinen Worten wurden zudem DNA-Analysen in den USA durchgeführt. Das Ermittlungskomitee werte jetzt die Ergebnisse aus und wolle bereits in diesem Juli seine Schlussfolgerung präsentieren.

    Die Gebeine waren am 29. Juli 2007 bei Ausgrabungen nahe der Ural-Stadt Jekaterinburg entdeckt worden. Anfang Mai teilte Gebietsgouverneur Eduard Rossel mit, dass eine Analyse in den USA bestätigt habe, dass die Überreste von Zarensohn Alexej II. und der Großfürstin Maria Nikolajewna - Kinder des letzten russischen Zaren, Nikolaus II. - stammen. Dennoch führten russische und ausländische Wissenschaftler weitere Analysen durch.

    Die Zarenfamilie Romanow wurde von den Bolschewiki in der Nacht zum 17. Juli 1918 in Jekaterinburg (Ural) erschossen. Erste Meldungen über Leichenfunde, die Merkmale eines gewaltsamen Todes aufwiesen, tauchten 1991 auf. Nach drei Gen-Untersuchungen (1993 in Großbritannien, 1995 in den USA und 1997 in Russland) kam eine zuständige Kommission zu dem Schluss, dass es sich bei den gefundenen Gebeinen tatsächlich um die Überreste der neun Mitglieder der Zarenfamilie handelt. Die Gebeine wurden in der Peter-und-Pauls-Kathedrale in Sankt Petersburg beigesetzt.

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