03:57 19 August 2017
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    Russlands junge Generation setzt auf heimische Arbeitgeber

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    MOSKAU, 23. Juli (RIA Novosti). Der Anteil der jungen Generation, die ihr Land verlassen wollen, ist in Russland mit zwei Prozent einer der niedrigsten in Mittel- und Osteuropa. Das geht aus einer Umfrage der Bank Austria über die Stimmung unter den Jugendlichen in dieser Region hervor.

    Wie es heißt, entscheiden sich in Russland 46 Prozent, in Slowenien 48 Prozent, in Bulgarien 43 Prozent und in Österreich 46 Prozent für einen heimischen Arbeitgeber statt für internationale Korporationen.

    In Polen interessieren sich hingegen ganze 39 Prozent der Bürger für eine Karriere in Abteilungen internationaler Unternehmen, die in ihrem Land liegen, und nur 13 Prozent für heimische Firmen.

    Zugleich setzt die Jugend in einzelnen Ländern Mittel- und Osteuropas auf eine selbständige Tätigkeit. In der Türkei ist diese Tendenz besonders stark: Dort wollen 38 Prozent der Befragten ihre eigene Firma gründen.

    In Serbien sind es 25 Prozent, in Ungarn 22 Prozent und in Russland 15 Prozent.

    Laut dem Marktforscher der Bank Austria Martin Mayr glaubt die junge Generation in Polen, Serbien, Russland, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien und Kasachstan daran, dass ihr Land gegenwärtig eine Periode echten Wirtschaftswachstums durchlaufe.

    Die österreichische Jugend betracht diese Frage nüchterner: Sie hätte zwar keine pessimistische Sicht auf die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes, verspüre jedoch einen Mangel an Optimismus.

    Schlimmer sei es, so Mayr, in diesem Zusammenhang um die Türkei bestellt. Die angespannte und instabile politische Lage, die hohe Inflationsrate, die Preisschwankungen und die hohen Prozentsätze würden in diesem Land für Pessimismus sorgen.

    Auch in Ungarn, wo sich die Folgen der Veränderungen in der Finanzwelt spürbar machen, sei kein Optimismus zu verzeichnen.

    Zudem würde die junge Generation Mittel- und Osteuropas die Perspektiven ihrer eigenen Entwicklung unterschiedlich einschätzen. Die Umfrage zeigte, dass die Jugend Kasachstans ihre Zukunft am positivsten sieht. Auch in Russland sei ein großer Optimismus zu verzeichnen.

    An der Umfrage nahmen 15 000 Menschen aus 15 Ländern (Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kasachstan, Kroatien, Österreich, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Türkei, Ukraine und Ungarn) teil.