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    Ford-Werk in Russland verklagt seine Arbeiter wegen Streik auf Schadenersatz

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    SANKT PETERSBURG, 30. September (RIA Novosti). Die Leitung des Ford-Werkes in Russland will dessen Arbeiter, die im Herbst des Vorjahres gestreikt hatten, auf 4,5 Millionen Rubel (1 Euro sind rund 36,4 Rubel) Schadenersatz für den Arbeitsausfall verklagen.

    Das sagte der Pressesprecher der Gewerkschaftsorganisation von Ford Motor Company zu RIA Novosti.

    Verklagt werden sollen die 31 Personen, die den Beschluss zum Streik gefällt hatten.

    Der Pressesprecher äußerte die Annahme, dass der Beschluss der Werksleitung über die Erhebung einer neuerlichen Klage damit zusammenhänge, dass die Abmahnungen von Arbeitern durch die Unternehmensleitung am 24. September von einem Gericht bereits für ungesetzlich befunden worden seien. Er betonte, das Gericht habe den Streik als begründet angesehen.

    Der Arbeiterstreik im russischen Ford-Werk hatte im November des vergangenen Jahres begonnen und rund einen Monat gedauert. Die Produktion stand etwa 24 Stunden lang völlig und dann teilweise still. Die Arbeiter forderten eine Lohnerhöhung um mehr als 30 Prozent. Die Gewerkschaft und das Management des Unternehmens verständigten sich letztendlich auf eine Lohnerhöhung um 16 bis 21 Prozent.

    Im September dieses Jahres vereinbarten die Seiten eine Lohnerhöhung um weitere acht bis zehn Prozent.

    Ford hatte sein Werk in der Stadt Wsewoloschsk bei St. Petersburg (Gebiet Leningrad) im Juli 2002 eröffnet.

    Das Werk produziert die Modelle Ford Focus und Ford Mondeo und beschäftigt 2200 Menschen.

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