06:20 23 August 2017
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    Christen klagen dramatische Zunahme von Verfolgungen an

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    MOSKAU, 23. Oktober (RIA Novosti). Wie der am Mittwoch veröffentlichte Bericht der internationalen katholischen Wohltätigkeitsstiftung "Nothilfe der Kirche" feststellt, ist das Christentum die am meisten verfolgte Religion der Welt.

    "Wegen religiöser Verfolgungen werden jährlich rund 170 000 Anhänger Christi getötet", sagte der Sprecher der Stiftung, Waldemar Tislo.

    In dem Bericht wird hervorgehoben, dass die Religionsfreiheit in 60 Ländern nicht gewahrt wird. Eine besonders dramatische Situation hat sich für die Christen in Indien, Pakistan, Saudi-Arabien und Eritrea ergeben.

    Als offenkundige Fälle der Verletzung der Religionsfreiheit in letzter Zeit gilt die Einführung der Scharia in etlichen Gebieten Nigerias und die Entscheidung der Behörden in Eritrea, alle christlichen Wohltätigkeits- und Aufklärungsprojekte in die Verantwortung der Staatsbeamten zu überführen.

    Wie Tislo anmerkte, wird die Verfolgung der Christen von den Medien verschwiegen. Zudem wurde die geringe Aufmerksamkeit der Medien auf die jüngsten Pogrome in Indien und Verhaftungen chinesischer Christen während der Olympischen Spiele in Peking kritisiert.

    Nach Ansicht von Kardinal Zubeir Wako aus Sudan täuscht die heutige Ruhe in Europa und zeugt nicht von der wirklichen Lage in der übrigen Welt.

    Den wahren Preis ihres Glaubens würden die Menschen kennen, die es riskieren, beim Verlassen eines christlichen Gotteshauses getötet zu werden, und trotzdem an einem Gottesdienst teilnehmen, fügte der Prälat hinzu.

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